Startseite
Schneckenhausen
Sch'haus- Daten,Faken,Presse
Wir über uns
Vorstand
Dirigent
Aktive Musiker
Jugendorchester
Proben u. Auftritte
Presseberichte
Audio CD / DVD
Chronik
Bilder 2009 /10 / 11
Gästebuch
Links
Impressum
Disclaimer



Daten - Fakten - Presseberichte











24.03.2018 Von Isabelle Girard de Soucanton
























Porträt: Der Schneckenhausener Schlagwerker Werner Brill ist auch nach seiner Zeit im Orchester des Pfalztheaters musikalisch aktiv

„Ich komme von den Amateuren, habe eine Zeit bei den Profis mitgemischt und gehe zurück zu den Amateuren!“ So hatte Werner Brill mit einem Lächeln seinen Unruhestand skizziert, als die Kollegen den Schlagzeuger, Kammermusiker und Komponisten mit dem vierten Kammerkonzert des Pfalztheaters verabschiedeten (wir berichteten am 6. März). Doch wer ist er, der so gewiss als Amateur/Liebhaber die Musikwelt vertritt? Um das herauszufinden, bedurfte es einer Fahrt nach Schneckenhausen.




















Die Tür geht auf, und ein freundlich winkender Hausherr lotst den Gast um Baustelle und Materialberge herum: „Die Tochter baut an und um“, erzählt Werner Brill mit freudigem Unterton. Das kommt nicht von ungefähr, heißt es doch, dass das Ehepaar Brill in einem Mehrgenerationenhaus altern darf.Familie bedeutet im Haus Brill viel. Das war schon so, als er 1952 im saarländischen Eppenborn zur Welt kam, wo es die Musik bereits gab. Und so war sie Teil seines Lebens, solange er denken kann: gemeinsame Hausmusik, vergnügliche Tanz- und Kerwemusik „aus der Lameng experimentiert, ganz ohne Noten“. Erste Bandgründungen wie etwa El Delicado, erste Auftritte in Tanzhäusern wie etwa „Die Blaue Grotte“, erste Konzerte mit namhaften U-Musikern wie etwa das Gesangsduo Cindy und Bert. Doch bis Musik im Leben Werner Brills zum Hauptberuf wird, geht er kleine Umwege: Zuerst spielt er Trompete, bis er 14-jährig auf Schlagzeug wechselt. Und seine Berufswahl beginnt mit einer Malerlehre, bevor er merkt, dass es die Musik sein muss. Er wagt die Aufnahmeprüfung in klassischer Musik. Sie gelingt. Sein Volontariat absolviert er von 1978 bis 1980 beim Staatsorchester Saarland, wird 1980 vom Pfalztheater übernommen und schließt 1981 sein Studium mit der Orchesterreifeprüfung ab. Er ahnt nicht, dass er diesem Klangköper bis zum Ende seiner beruflichen Laufbahn angehören wird. Wenn auch mit fleißig „Mucke machen“ (Aushilfen).




Besonders zu Zeiten Emmerich Smolas saß Brill fast wöchentlich im SWF-Orchester. Rückblickend weiß er, dass das Orchester des Pfalztheaters sein Glück bedeutete. Auch, weil es sich seither enorm weiter entwickelt hat, dank bestens ausgebildeter Nachwuchsmusiker. „Ich verneige mich vor deren Können.“ sagte er. Ein Berufsalltag auf Augenhöhe, sich achten und respektieren. „Das funktioniert derart intensiv, dass unter uns motivierende Funken überspringen.“ Während seiner 38 Berufsmusikerjahre arbeitete Brill unter fünf Intendanten und vier Generalmusikdirektoren: Blum/Emmert, Fieber/Shambadal, Quetes/Corti, Reitmeier/Corti/Sandner sowie aktuell Häberli/Sandner. Neben Aufgaben und Pflichten kennt Brill auch ein eigenes Revier: das Komponieren. Es greift mit Melodien um sich, die ihm im Halbschlaf oder beim Gassigehen mit seinen Schäferhunden einfallen. Schnell notiert, greift er darauf zurück, wenn die Zeit es zulässt. Was dabei herauskommen kann, ließen seine Kollegen im Programm des Abschiedskonzerts erahnen. Auch von Brills musikpädagogischen Erfolgen erfuhr das Publikum. So mancher Schlagzeugschüler heimste im Theaterfoyer euphorischen Applaus ein. Und dem Nachwuchs wird er treu bleiben. Denn die von ihm initiierte Reihe der Kinderkonzerte „führe ich als Amateur aus Liebhaberei fort“.




















Das war längst nicht alles, was es am Wohnzimmertisch im Hause Brill zu erfahren gab. Doch alles lief darauf hinaus, dass Brills Leben Musik in allen Schattierungen bedeutet. Vieles davon passiert schon vor der Haustür, garantieren doch Künstlernamen wie Vanecek und Punstein dem Ort ein musikalisches Aushängeschild. Bands und Vereine haben schon bei ihm angefragt. Sein Platz im Musikverein Schneckenhausen ist ihm sicher.




04.04.2018  Von Reiner Henn



Der frisch gebackene Landessieger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ wandelt derzeit nicht nur beflügelt über die Hochebene seines Heimatorts Schneckenhausen. Der Erfolg und der Unterricht lässt den 14-jährigen Frederick Punstein durch die Anregung seines Lehrers und Vorbilds, Roland Vanecek, auch dessen Erkundungstouren zur Geschichte des Wandermusikantentums folgen.

Allerdings gab die Waldorfschule Otterberg den entscheidenden Anstoß, da dort jährlich die achten Klassen eine Art Jahres- oder Facharbeit erledigen − und die verlangt das Zusammenspiel theoretischer Zusammenhänge mit praktischem Know-how. Auf der Suche nach einem Thema ging Frederick Punstein andere Wege als seine Mitschüler, die beispielsweise ein Märchen-Kochbuch erstellen, einen Bauwagen konzipieren und fertigen oder landwirtschaftliche Bodenarbeit mit Pferden analysieren.Frederick wird im Mai ein Projekt vorstellen, das die Westpfälzer Wandermusikanten thematisiert. Begünstigt wurden seine Recherchen zum kulturgeschichtlichen Hintergrund dieser großen Tradition durch den Umstand, dass in Mackenbach und Kusel zwei Museen umfangreich über die musikalischen Wurzeln unserer Vorväter informieren. Dort knüpfte der 14-Jährige auch Kontakte zu Musikern, die noch Zeitzeugen kannten oder mit ihnen verwandt sind. Frederick erfuhr so aus erster Quelle weitere Einzelheiten über das Leben und Wirken der ausgewanderten Musiker und ihrer Familien. Vielfach hatte er Einsicht in Briefe, sah Bildmaterial durch und gewann nach weiteren Recherchen im Internet einen umfassenden Eindruck. Unter anderem stieß er bei seinen Untersuchungen auf den − für viele heutige Musiker − neuen und interessanten Umstand, dass eine gewisse Firma Sander in Wolfstein bis in die 1960er Jahre ein mittelständisches Unternehmen war, das verschiedene Musikinstrumente für diese Hochbewegung fertigte.





















Nach den theoretischen Grundlagen, über die Frederick Punstein zum Abschluss seines Projekts berichten wird, nahm er auch die lebenspraktische Seite des Musikantentums in Angriff: So startete er am gestrigen Dienstag eine Wanderung, die am Stiftskirchenplatz in der Lauterer Altstadt begann. Zu den heute gängigen und vielfach erhältlichen Mitspiel-CD-Versionen spielt er live auf der Tuba − und stellt dabei sein Repertoire von Klassik über Jazz bis Pop vor. Mit den erhofften Einnahmen löst er dann eine Fahrkarte nach Wiesbaden, wo sein Lehrer Roland Vanecek wohnt. Dort, im benachbarten Mainz und schließlich in Frankfurt (wo sein Patenonkel lebt) will er ebenfalls Kostproben seines Könnens geben. Die Unterkunft bei Lehrer oder Onkel erleichtert das Vorhaben, dennoch muss vieles spontan ohne gebuchte Fahrkarten erfolgen. Weitere geplante Stationen sind dann Mannheim, Straßburg und Saarbrücken. Übernachten will der Nachfolger der Wandermusikanten stets bei bekannten Kontaktpersonen. Das ambitionierte Projekt wird vom SWR-Fernsehen für die Sendung „Bewegte Zeiten“ gefilmt. Neben der öffentlichkeitswirksamen Darstellung seines Projekts ist es dem jungen Tubisten aber auch ein Anliegen, sein verkanntes Instrument vom „Dicke-Backe-Image“ zu befreien. So spielte er spontan beim Ortstermin in Schneckenhausen eine eindrucksvolle Version einer Popballade der Beatles, wobei er auf der Tuba die Melodie blies und zugleich – wie sein Lehrer es oft in Konzerten vorführt − dazu in die Tuba singt. Da wird einer seinen Weg machen!


Februar 2018


Schneckenhausen: Gemeinderat verabschiedet Doppelhaushalt 2018/19 „Die Umlagen belasten uns so stark, dass ohne Fremdmittel keine Investitionen mehr möglich sind.“ So umschrieb Ortsbürgermeister Konrad Schiwek (CDU) am Montagabend bei der Vorlage des Doppelhaushaltes 2018/19 die finanzielle Situation von Schneckenhausen. Investiert wird 2018 lediglich in die Sanierung des Bürgerhauses samt Brandschutzprogramm sowie 2019 in die Sanierung des Röhrbrunnenplatzes.

In diesem Jahr schließt der Ergebnishaushalt bei Erträgen von 598.762 Euro und Aufwendungen von 645.894 Euro mit einem Fehlbetrag von 47.132 Euro ab. Im kommenden Jahr wird das Finanzloch bei geringeren Einzahlungen und höheren Auszahlungen noch größer: Dann fehlen 77.389 Euro in der Gemeindekasse. Die Erträge liegen geschätzt bei 576.035 Euro, die Aufwendungen bei 653.424 Euro.Wichtige Einnahmen für die Kommune sind die Gemeindeanteile an der Einkommensteuer mit 271.050 Euro, die Grundsteuer mit 82.830 Euro, die Schlüsselzuweisungen mit 53.270 Euro, die Gewerbesteuer mit 28.200 Euro und die Ausgleichsleistungen vom Land mit 26.850 Euro. „Ein Großteil davon fließt gleich wieder ab in die Umlagen“, sagte Schiwek dazu. An die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg gehen 184.500 Euro, an den Landkreis 183.500 Euro. Für Sach- und Dienstleistungen sind zudem 88.608 Euro, für Personal- und Versorgungsaufwendungen 23.645 Euro aufzubringen.

In diesem Jahr werden 446.500 Euro investiert: 80.000 Euro fließen in den Ausbau der Bergstraße, 210.000 Euro in den barrierefreien Ausbau des Bürgerhauses, 30.000 Euro in die Gestaltung des Platzes am Bürgerhaus sowie 80.000 Euro in den Neubau einer Garage. Zuwendungen erwartet die Ortsgemeinde in einer Größenordnung von 263.199 Euro. Verwendet wird auch der Erlös aus dem Verkauf von Grundstücken, der bei 32.867 Euro liegen dürfte. Zur Finanzierung der Restsumme ist eine Darlehensaufnahme von 138.300 Euro vorgesehen.
Im kommenden Jahr soll der Röhrbrunnenplatz saniert werden, wofür 45.000 Euro eingestellt sind. Beim Bürgerhaus fallen weitere 40.000 Euro an, die teilweise über eine Darlehensaufnahme von 33.150 Euro finanziert werden.

Die Ratsmitglieder zeigten sich überzeugt davon, dass die Gemeinde angesichts der unbefriedigenden finanziellen Lage demnächst nicht um eine Steuererhöhung herum kommen werde. Es gebe nur wenige Möglichkeiten, die Erträge zu steigern. Ein Augenmerk müsse auf die Verschuldung gelegt werden, um nicht in Zukunft die Handlungsfähigkeit in Frage zu stellen, hieß es aus dem Rat.

Einstimmig beschloss das Gremium das Brandschutzkonzept fürs Bürgerhaus, das vor allem selbstschließende feuerfeste Türen und eine Außentreppe als Rettungsweg beinhaltet. Die Kosten belaufen sich auf 86.217 Euro. Der Ortsbürgermeister hofft, dass dieser Betrag durch Eigenleistungen noch reduziert werden kann. „All diese Maßnahme sind notwendig, damit das Bürgerhaus auch künftig in seinem vollen Umfang genutzt werden kann und sich die jüngsten Investitionen gelohnt haben“, betonte er. llw




22.05.2018

Frederick Punstein gewinnt im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" einen 1. Preis

“Frederick Punstein (14) aus Schneckenhausen (Kreis Kaiserslautern) ist bester Tubist seiner Altersklasse in Deutschland. Er wurde an Pfingsten Bundespreisträger beim 55. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Lübeck. Frederick Punstein hatte am Sonntag seinen Auftritt und bekam gestern das Ergebnis: 24 von 25 Punkten, erster und einziger erster Preis seiner Altersgruppe. Der aus Schneckenhausen stammende renommierte Tubist Roland Vanecek, der am Hessischen Staatstheater Wiesbaden tätig ist, ist sein Lehrer und Mentor. rhp



30.05.2018



Schneckenhausen:
Frederick Punstein vom Musikverein Schneckenhausen ist bester Tubist seiner Altersklasse in Deutschland. Zu diesem außergewöhnlichen Erfolg gratuliert Ortsbürgermeister Konrad Schiwek auch im Namen der Ortsgemeinde. Schneckenhausen ist stolz auf den jungen Musiker, der mit seinen 14 Jahren bereits solche Erfolge verbuchen kann.Im Januar diesen Jahres gewann Frederick den Regionalwettbewerb bei Jugend musiziert in Kaiserslautern und erreichte die Weiterleitung zum Landeswettbewerb im März nach Mainz. Zusätzlich gab es noch einen Sonderpreis für die beste Interpretation des modernen Stückes. Auch in Mainz war Frederick sehr erfolgreich und wurde mit vollen 25 Punkten zum Bundeswettbewerb nach Lübeck geschickt. Begleitet von seiner Großmutter Barbara Ruof-Punstein konnte Frederick seinen Erfolg vom Landeswettbewerb wiederholen. Mit 24 von 25 möglichen Punkten wurde er bester Tubist Deutschlands in seiner Altersklasse.
Angefangen hat Fredericks musikalische Karriere als Schlagzeuger beim Musikverein. Erst vor gut zwei Jahren bekam er die erste Tuba Stunde. Vorher war das Mundstück der Tuba einfach zu groß für seinen Mund. Fredericks Lehrer, Roland Vanecek , stammt auch aus Schneckenhausen und war ebenso Bundessieger bei Jugend Musiziert.
In den Osterferien hatte Frederick sich als Wandermusikant auf den Weg gemacht, um in Frankfurt, Wiesbaden, Saarbrücken und Straßburg persönliche Erfahrungen zu sammeln. Eine bessere Werbung für Schneckenhausen können wir uns eigentlich gar nicht wünschen, so der Ortsbürgermeister. Durch seine Auftritte in den genannten Städten war Schneckenhausen für geraume Zeit in den Medien präsent.
Die Gemeinde ist sehr stolz wieder einen Bundessieger im Ort zu haben betont der Ortsbürgermeister und wünscht Fredrick alles Gute für seine weitere vielversprechende Zukunft.




27.Februar 2017



Die Parade der Schneckenhausener Charakterköpfe hat am Samstagabend in der ausverkauften Prunksitzung der Hallengemeinschaft den Saal immer wieder zum Beben gebracht. Eine ausladende Gockelmütze zierte das Haupt von David Punstein, der mit den Jugendlichen des Musikvereins mit schmissigen Faschingsmärschen für Stimmung sorgte. So hatte Elferratspräsident Paul Schuster leichtes Spiel. Beim Einmarsch einer jeden Charaktermaske ging der Saal mit donnerndem Klatschrhythmus mit. „Jedem Narr sei Kapp“ hatte der Elferrat als Parole ausgegeben. Damit schwor Schuster die Gäste auf Toleranz ein und zwar nicht nur an Fasching. Respektlos zog der Till (Gerhard Schohl) über Trump und die Welt her. „Blond bleibt blond und Depp bleibt Depp“, lautete sein Resümee. Sein spöttischer Bannstrahl schlug aber auch in der Nähe ein. Der wochenlange Presserummel um die Kuh Johanna fand keine Gnade: „Kenner hat ’se kriet.“ Der Lauterer Stadtführung verpasste Till Maulschellen wegen ihrer Geschichtsvergessenheit im Pfeilerstreit. Aber am Ende machte er doch Mut:„Mit dem neuen Landrat wird alles besser!“ Was wären der Fasching und die Prunksitzung ohne Garde! Auch auf jeder anderen Bühne hätten die acht jungen Damen in Grün eine gute Figur gemacht. Trainiert von Lisa Zintel und Lea Maro boten sie eine professionelle Choreographie. Übertroffen wurde diese Nummer nur noch von Lisa Zintel und Yannik Linder als Funkenpaar. Bei ihrem Auftritt stockte den Fastnachtern hie und da schier der Atem. jba





20.04.2016


Schneckenhausen: Rat stimmt Ausbaukonzept zu

Schneckenhausen schließt sich dem Konzept des Landkreises für eine flächendeckende, verbesserte Breitbandversorgung an. Dies beschloss der Gemeinderat einstimmig in seiner Sitzung am Montagabend.


Ortsbürgermeister Konrad Schiwek machte deutlich, dass 90 Prozent der Kosten vom Bund und Land getragen werden. Die verbleibenden Kosten teilen sich zu je einem Drittel der Kreis, die Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg und die Ortsgemeinde. Schiwek machte deutlich, dass nur die für Schneckenhausen anfallenden Aufwendungen in die Kostenteilung eingehen werden. Eine günstigere Versorgung der Haushalte mit schnellem Internet sehe er derzeit nicht.Die Zukunft einer Gemeinde liege auch in einer leistungsstarken Breitbandversorgung, betonte Ortsbeigeordneter Walter Scharding. Die Verbandsgemeindeverwaltung ist beauftragt, eine Finanzierungsvereinbarung mit dem Kreis abzuschließen. Gleichzeitig verpflichtete sich die Kommune, den Kostenanteil gegenüber der VG zu tragen. Eine Beratung und Beschlussfassung zu den Plänen für die Umgestaltung des Bürgerhaus und seiner Außenanlagen fand am Montag noch nicht statt. Ratsmitglied Sybille Neumann beantragte die Absetzung dieses Punktes, weil die dazu gehörenden Unterlagen erst am Sitzungstag den Gremiumsmitglieder zugegangen sind. Das Thema sei zu wichtig und komplex. Ortsbürgermeister Schiwek erinnerte an die terminlichen Vorgaben für Zuschussanträge. Dafür sei eine „Planungsleistung“ erforderlich, die nun vergeben werden sollte. Es gehe nur um die Ausarbeitung eines Vorschlags, noch nicht um die Umsetzung, warb er für eine Beschlussfassung. Dennoch votierte eine Mehrheit von sechs gegen fünf Ratsmitglieder für die Absetzung. Ratsmitglied Roland Dowerk ist Dorfberater von Schneckenhausen. Die Befähigung habe er sich durch einen Lehrgang angeeignet. Schwerpunkt seiner Arbeit sei die Entwicklung des Ortes, aber auch die Schaffung von Angeboten für die ältere Generation bis hin zu Fitnessprogramme. (llw)



Bürgerbrief 2015 von Ortsbürgermeister Konrad Schiwek



Liebe
Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Der Advent ist eine Zeit der Besinnlichkeit, der Wünsche und der frohen Erwartungen. Geschenke sind dabei nur eine Möglichkeit anderen Freude zu bereiten. Der eigentliche Anlass für das Weihnachtsfest sollte jedoch nicht vergessen werden: Die Geburt von Jesus Christus.
Wir sollten auch daran denken, dass es Dinge gibt, die viel wichtiger sind als materielle Werte.
Gesundheit, beispielsweise, lässt sich nicht in Geschenkpapier wickeln und unter den Christbaum legen. Auch Glück oder Frieden kann man nicht kaufen.
Dennoch sind dies Geschenke, die nicht selbstverständlich sind und für die wir nicht dankbar genug sein können. Es liegt an uns, sich darüber täglich bewusst zu werden und an dem zu erfreuen, was wir haben.
Im letzten Jahr hat sich so Manches sich in unserer Gemeinde getan. Sehr viele von Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben in den Arbeitsgruppen im Rahmen der Dorfmoderation mitgewirkt. Sie haben viele Ideen und kreative Vorschläge erarbeitet, um unser Dorf weiter zu entwickeln. Die Umsetzung der vielen guten Vorschläge wollen wir mit allen Bürgern gemeinsam im kommenden Jahr angehen. Welche Vorschläge wir letztendlich umsetzen können, hängt nicht zuletzt von der Anerkennung als Schwerpunktgemeinde ab. Nur wenn Schneckenhausen Schwerpunktgemeinde wird, erhalten wir auch Fördergelder. Der Antrag wurde nach der Abschluss Veranstaltung der Dorfmoderation gestellt. Die Entscheidung soll bis März 2016 fallen. Ein Projekt aus der Dorfmoderation haben wir bereits begonnen. Der erste Schritt zur Barrierefreiheit des Bürgerhauses wurde gemacht. Dank großzügiger Spenden der örtlichen Vereine konnte im Erdgeschoss eine Küche eingerichtet werden. Damit wird nun allen gehbehinderten Personen bei Veranstaltungen der beschwerliche Weg über die Innentreppe zum Saal im ersten Obergeschoss erspart. Für die Spenden bedanke ich mich ganz herzlich bei den Landfrauen und den Organisatoren der Plauderstunde. Vielen Dank auch dem Musikverein und dem Gesangverein, sowie dem Tennisverein und den Pferdefreunden, die vom Erlös des Weihnachtsmarktes eine hochwertige Gastronomie Spülmaschine gespendet haben. Danke auch den engagierten Bürgern und Mitgliedern des Gemeinderates, die die Küche in Eigenleistung eingebaut haben.
Der nächste Schritt zur Barrierefreiheit wird im neuen Jahr erfolgen. Ebenfalls in Eigenleistung wurde der Außenanstrich an der Friedhofshalle erneuert und die Neugestaltung des Parkplatzes im unteren Teil fortgesetzt. Auch dafür allen Helfern noch einmal herzlichen Dank. Einen besonderen Dank möchte ich auch an die Aktiven aller örtlichen Vereine und deren Vorstände richten. Mit ihrem vielfältigen Programm bereichern sie unser Dorfleben sehr. Auch allen Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung der verschiedensten Veranstaltung sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt.
Ihr Engagement trägt zur Stärkung unserer Dorfgemeinschaft bei und hilft das Zusammenleben in unserer Gemeinde angenehm zu gestalten.
Auch für das kommende Jahr sind bereits wieder viele schöne Veranstaltungen geplant, auf die wir uns alle freuen können.

Ebenfalls hat die Ortsgemeinde in dem vor uns liegenden Jahr einige Maßnahmen geplant die nur mit viel Eigenleistung zu bewältigen sind. Deshalb hoffe ich auch für das neue Jahr 2016 auf Ihre Hilfe und Unterstützung unserer Dorfgemeinschaft.
Alle „Neubürger“ die im zu Ende gehenden Jahr ihren Wohnsitz und somit ihren Lebensmittelpunkt nach Schneckenhausen verlegt haben, heiße ich recht herzlich willkommen in unserer Dorfgemeinschaft. Ich lade Sie dazu ein, sich an dieser Gemeinschaft zu beteiligen. Sie werden ganz schnell feststellen, wie lebens- und liebenswert Schneckenhausen ist.
Ich darf mich auch im Namen des Gemeinderates nochmals ganz herzlich bedanken und wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und zufriedenes Weihnachtsfest, einige ruhige Tage zwischen den Jahren, einen guten Start in das Jahr 2016, Glück, Gesundheit und Gottes Segen.
Ihr Ortsbürgermeister
Konrad Schiwek

Allgemeine Informationen zur Dorferneuerung in Schneckenhausen



Die Dorferneuerung ist ein Förderinstrument des Landes zur Unterstützung der Gemeinden, die ihre strukturelle Entwicklung als Selbstverwaltungsaufgabe wahrnehmen.

Zuwendungsempfänger ist zum einen die Gemeinde, zum anderen können aber auch private Maßnahmen (wie die Sanierung eines ortsbildprägenden Gebäudes) durch Mittel der Dorferneuerung gefördert werden.

Durch die Dorferneuerung soll eine nachhaltige und zukunftsbeständige Entwicklung des Dorfes unterstützt und das Dorf als eigenständiger Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum erhalten und weiterentwickelt werden. Die Erhaltung bzw. Stärkung der Funktionsvielfalt der Dörfer ist ein Hauptanliegen der Dorferneuerung.

Zu den Aufgabenschwerpunkten der Dorferneuerung zählen insbesondere strukturverbessernde Maßnahmen, die vor allem auch zur Stabilisierung bzw. Stärkung der Ortskerne beitragen, wie z.B.

1. Die Schaffung bzw. Sicherung wohnstättennaher Arbeitsplätze.

2. Die Sicherung bzw. Wiederherstellung der örtlichen Grundversorgung mit Gütern des   täglichen Bedarfs.

3. Die Umnutzung leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz zum Wohnen und Arbeiten.

4. Die Sicherung und Verbesserung des Dorfbildes und der baulichen Ordnung.

5. Die Erhaltung und Erneuerung ortsbildprägender wie regional typischer Bausubstanz und Siedlungsstrukturen.

6. Die Wiederherstellung oder Erhaltung der Einheit von Dorf und Landschaft.

7. Die Förderung der Einsatzbereitschaft und der Selbstinitiativen der Dorfbewohner für die Belange ihres Dorfes.

8. Die Durchführung einer umfassenden Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit im Rahmen der Dorfmoderation.

Eine Gemeinde kann nur dann Zukunft haben, wenn auch junge Familien mit ihren Kindern im Dorf bleiben, dort ihre Wohnung nehmen und sich für Belange der Dorfentwicklung engagieren.

Ein Schwerpunktthema der rheinland-pfälzischen Dorferneuerung ist deshalb die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aber auch der Senioren in der Dorferneuerung. Im Rahmen einer umfassenden und nachhaltigen Dorfentwicklung wird so ein wichtiger Beitrag zur Schaffung familien- aber auch seniorenfreundlicher Gemeinden geleistet.


Was hat Moderation damit zu tun?

Die Dorfmoderation ist ein wichtiger Teil des Dorferneuerungsprozesses. Bei der Dorfmoderation können sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger von Schneckenhausen am Dorferneuerungsprozess beteiligen und gemeinsam mit den beauftragten Planern Ideen und Maßnahmen zur Weiterentwicklung Ihrer Ortsgemeinde entwickeln. Die gemeinsam entwickelten Ideen werden in das Dorferneuerungskonzept aufgenommen. Alle im Dorferneuerungskonzept festgeschriebenen Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren mit Fördermitteln des Landes umgesetzt werden.

Wie kann ich mich beteiligen?

In einem ersten Schritt sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Einschätzungen, Ideen und Wünsche für die Dorfentwicklung von Schneckenhausen zu äußern. Wir haben dazu einen Fragebogen entwickelt, der die unterschiedlichen Aspekte der Dorfentwicklung anspricht. Die Fragebogenaktion läuft bis 11. Februar 2015. Danach werden die Ergebnisse vom beauftragten Büro „stadtgespräch“ ausgewertet und im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 26. Februar öffentlich präsentiert. Zu dieser Auftaktveranstaltung sind alle Bürger(innen) ganz herzlich eingeladen. Bei der Veranstaltung wird auch über die Inhalte des Dorferneuerungsprozesses informiert und die Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme am Ortsentwicklungsprozess präsentiert. Am Ende der Veranstaltung werden die Bürger(innen) zur Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe „Dorferneuerung“ eingeladen, die sich in den nächsten Monaten regelmäßig trifft und gemeinsam Ideen zur Weiterentwicklung Ihrer Ortsgemeinde entwickelt.

Ansprechpartner für Fragen und Anregungen zur Dorferneuerung in Schneckenhausen:

Gemeinde Schneckenhausen:  Ortsbürgermeister Konrad Schiwek 06301 - 5244
Planungsbüro stadtgespräch:          Ortsplanerin Julia Kaiser 0631– 892 912 70





22.12.2015   Bericht von Jürgen Steinmann


Schneckenhausen/Heiligenmoschel: MGV und MVG stimmen auf die Festtage ein



















„Für mich beginnt Weihnachten einfach mit diesem Weihnachtskonzert!“ Die Meinung von Paul Schuster teilten viele in der voll besetzten Mehrzweckhalle Heiligenmoschel, in der der MGV Schneckenhausen am Sonntag sein traditionelles Vokalprogramm aufführte.


MGV-Vorsitzender Schuster stimmte mit Weihnachts- und Adventsgedichten auf die Feiertage ein, die musikalische Leitung lag in den Händen von Dirigent Burkhard Schohl.


















Feststimmung breitete sich in dem mit Sternen, Lichterketten und einem riesigen Tannenbaum geschmückten Saal aus.Rhythmisch und prägnant begann mit dem Jugendorchester des Musikvereins Schneckenhausen das Programm. Ein mitreißendes „Christmas Spiritual“, das fröhliche „Feliz Navidad“, das bezaubernde „Let it go“ aus dem Film „Die Eiskönigin“ und den Whitney-Houston-Hit „One Moment in Time“ hatte Orchesterleiter Johannes Zimmermann für seine 15 Jungmusiker zusammengetragen.



















In Zauberwelten tauchten mit „Weihnachten bin ich zu Haus“ und Eckart Hehrers „... und ein Stern erstrahlt in dunkler Nacht“ auch die Männer des MGV ein. In weiten Bögen, mit kantablem Elan und von Pianist David Punstein wirkungsvoll begleitet wurden ihre Vorträge zum Hörgenuss. Ruhig und gefühlvoll geleitet wurde der große Männerchor von Burkhard Schohl. Als Chorsolist mit tragendem Bariton gefiel er beim Gospel-Klassiker „O happy Day“. In zärtlich träumerische Stimmung versetzte mit „Meditation“ aus der Oper „Thais“ das Duo Sebastian Galwas (Violine) und Florian Jurzitza (Harfe). In Dreier-, Zweier- und Soloformation begeisterte das Blockflötenensemble der Kleinsten. Begleitet wurde die siebenköpfige Schar bei der Auswahl weihnachtlicher Kinderlieder von Lehrerin Susanne Zimmermann-Punstein und deren Ehemann David Punstein.



















Unter Siglinde Bohlander und mit Klavierspieler Burkhard Schohl präsentierte sich der Kirchenchor Heiligenmoschel. Von Wolfgang C. Briegel und Manfred Bühler stammten die melodisch klingenden Chorsätze „Lobet Gott zu dieser Stunde“. Einen weiteren Auftrieb hat unter dem Berufsmusiker und Jazzexperten Punstein das große Orchester des Musikvereins Schneckenhausen genommen. Konzertante Festmusik boten die gut 30 Musiker mit Händels „Feuerwerksmusik“ und dem „Radetzkymarsch“. Wie ein Kaleidoskop öffnete sich das groovend angestimmte „Henry Mancini Portrait“. Den „Freiheitschor“ aus Guiseppe Verdis Oper „Nabucco“ sangen, vom Orchester ausdrucksvoll begleitet, die Choristen aus Schneckenhausen. Eine engelsgleiche „Romance“ mit echohaften Klangeffekten lieferten noch einmal Galwas und Jurzitza. Adventliche Chormusik österreichischen Zuschnitts und Hanne Hallers beeindruckendes „Vater-unser“-Gebet trug der Kirchenchor Heiligenmoschel vor. Weihnachtslieder zum Mitsingen gab es am Schluss vom Musikverein Schneckenhausen. Die altdeutschen Weisen „Tochter Zion“, „Kommet ihr Hirten“, „Es ist ein Ros entsprungen“, „Leise rieselt der Schnee“, „Alle Jahre wieder“, „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ sang das Publikum frei und textsicher mit. So kann Weihnachten kommen!



02.01.2016 Bericht von Walter Falk


Vanecek-Zwillinge und Erwin Ditzner begeistern rund 350 Besucher beim  Vor-Silvesterkonzert in der Festhalle in Schneckenhausen



















Beste Unterhaltung erlebten die nahezu 350 Besucher des Vor-Silvesterkonzerts mit dem Ditzner Twintett am Mittwochabend in der Festhalle Schneckenhausen. Die Vanecek-Zwillinge Roland und Bernhard sowie der Schlagzeuger Erwin Ditzner präsentierten sich in Höchstform und zündeten ein musikalisches Feuerwerk.
Langsam marschieren die Zwillinge von der hinteren Eingangstür her kommend durch den Saal. Bernhard, mit blauem Stirnband, zeigt gleich explosive Posaunen-Brillanz, und Roland, mit dem Pferdeschwanz, bläst die dicke Tuba mit der Flexibilität eines Trompeters. Mit ihrer fulminanten Technik verblüffen sie von Anfang an auf Instrumenten, die eigentlich als schwerfällig verkannt werden. Kaum auf der Bühne, mischt sich Erwin Ditzner, Markenzeichen weinroter Fez, mit feinst verwirbelter Percussion hinzu.Das Konzert ist etwas anders als all die Jahre. Die Vaneceks zeigen immer noch ihren unverwechselbaren Humor, aber die lustigen Verballhornungen erlebt der Hörer nicht mehr. Dafür ist die Musik leiser, musikalisch eindringlicher, atmosphärischer, aber auch rhythmisch mitreißender. Denn Erwin Ditzner hat etwas, das es selten gibt: die Zeit im Kopf. Sein Schlagzeugspiel ist zweifellos moderner Jazz mit herrlich swingenden Improvisationen. Es ist zweifellos Free Jazz, mit subtil durchgeführten Kollektiv-Gesprächen. Es ist personalisierter Rhythmus mit den unglaublichsten Differenzierungen und Überlagerungen. Diese Musik kennt keinen Moment, der nicht gefüllt wäre. So wird jeder Titel zu einem percussionistischen Lehrstück, das noch noch virtuoser wird, als sich Überraschungsgast Asen Abdulkareem hinzu gesellt. Der Syrer war drei Wochen lang auf der Flucht, bis er im Juni in Ludwigshafen ankam. Bei einem Willkommensfest für Flüchtlinge lernte ihn Bernhard Vanecek als herausragenden Percussionisten kennen. Seitdem spielt Asen bei ihm mit. Bei Duke Ellingtons „Caravan“ fliegen seine Finger nur so über die Tambuka. Mit größter Virtuosität und mit gleicher Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit versteht er es, über den Rhythmen zu improvisieren. Tuba und Posaunen zeigen indes die Hohe Schule der Improvisation. Die beiden Pustefixe schäumen über vor Vitalität. Ein andermal spielen die Zwillinge so subtil, so butterweich auf ihren Instrumenten, dass man kein Gramm Blech, kein Gramm Messing zu hören vermag. Roland zeigt immer wieder sein können auf dem E-Piano. Mal spielt er höchst einfühlsam, steigert sich dann jedoch zu höchster Dichte und Intensität, explodiert bei Arpeggien und Ostinati und zeigt sich als Meister blitzschneller Soundbrüche. Titel wie „Better wenn net Sounds“ oder „Ahmed lach net“ sind nicht nur Beispiele für musikalisches und rhythmisches Feuerwerk, sondern auch für den typischen Twintett- Humor. Zu einer „Tour de Force“ entwickeln sich der „Rumänien Groove“ und das Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“, die sie improvisatorisch durch den Fleischwolf drehen und am Schluss wieder zusammensetzen, bis die Melodie erkennbar wird. Das Publikum rastete aus vor Begeisterung und klatschte drei Zugaben heraus.



Di. 17.11.2015 Bericht vonIsabelle Girard de Soucanton

Sternstunden mit Sternen Benefizkonzert in Schneckenhausen







Der Musikverein Schneckenhausen, vertreten durch Leiter David Punstein, begann vor einem Jahr zusammen mit dem Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz (RLP), vertreten durch Schlagzeuger und Pianist Thomas Humm, ein Benefizkonzert zugunsten der Mehlinger Flüchtlingshilfe zu planen. Samstagabend war es soweit.

Zwei komplette Orchester und Musikantenlandpreisträger Roland Vanecek füllten die dörfliche Festhalle mit Musik pur.Die Stimmung im Saal war kurz und bündig prächtig: hochkarätige Musik in lockerer Atmosphäre neben vertrauten Platznachbarn. Genuss pur. Und manchmal gar zum Wegträumen mit ergreifend komponierter Musik und beseeltem Spiel. Doch Märsche, Medleys oder erfrischende Volksweisen holten die Gefühle ebenso gekonnt wieder zurück, machten munter und bewusst, was jeder Einzelne auf der Bühne vermochte. Euphorischer Applaus sagte alles.Beispielsweise wie wahr so ein Titel wie „Star“ gleich anschließend werden kann. Der Musikverein Schneckenhausen hatte diesen Earth-Wind-And-Fire-Song im ersten Konzertteilprogramm bravourös aufgeführt.

Doch der Stern beziehungsweise Star des Abends war ein anderer, ein Schneckenhauser, ein (fast) weltbekannter: Roland Vanecek. Angekündigt als Solist zusammen mit dem Landespolizeiorchester, entpuppte sich der zweite Programmpunkt der zweiten Konzerthälfte als Höhepunkt des gesamten Abends. Ging es da doch um die Uraufführung des ersten von fünf geplanten „Schneckenhäusischen Konzerten“, komponiert von Roland von Schneckenhausen für Serpent und Blasorchester mit Solist Roland Vanecek und gewidmet sowohl seiner Mutter zum 40. Todestag als auch dem Dorf, in dem er und sein Zwillingsbruder Bernhard (geboren 1975 in Frankfurt) deswegen aufwachsen durften.

Die Kraft, dieses uralte Serpent-Instrument zu spielen sowie der Klang tief erdiger Stimmlagen kennzeichneten die folkloristischen Ansätze, jazzigen Passagen sowie die sinfonisch-lebhafte Melancholie. Eine Fülle musikalischer Details also, die ebenso harmonisch wie kreativ und melodisch wie suggestiv beim Zuhörer ankamen. Vanecek erntete für sein atmosphärisches Werk begeisterten Applaus, den nur eine Zugabe beenden konnte.

Eine gehörige Portion Lob gebührt auch dem Polizeiorchester und Stefan Grefig. Ihnen gelang auffallend leicht und spielfreudig die Vielzahl unterschiedlich akzentuierter Instrumentierungen. In der Programmfolge zeigten Solisten dieses 37-köpfigen Klangkörpers weitere Bestleistungen. Selten wirkte die Schneckenhausener Festhalle so klein bei gleichzeitig so großartig professioneller Musik- und Musizierfülle wie an diesem Abend. Dies ist das Fazit dank des Musikvereins samt jener kreativen Köpfe, ein solches Konzert zu organisieren und dabei ganz nebenbei Wohltat, Mitmenschlichkeit, Musikalität und Heimatgefühl zum Erlebnis zu machen.

28.09.2015  Bericht von Doris Theato


Schneckenhausen: Volles Haus beim 5. Nordpfälzer Bauernmarkt- Von exklusiven Gewürzen bis zur alten Dreschmaschine


 



















5. Nordpfälzer Bauernmarkt in Schneckenhausen

Nordpfälzer Bauernmarkt in Schneckenhausen: Das war gestern ein dickes Stück sonnengeflutete Pfalz in eine Straße gepackt. An bodenständigem Essen, würzigen Leckereien, süßen Verführungen aus dem Füllhorn der Pfalz laben sich Einheimische genau wie Gäste von weither. Liebhaber handgemachter Dekoartikel und Freunde alter Gerätschaften kommen auf ihre Kosten.



















„Alles was wachsen kann und gut schmeckt, das bieten wir an“, versichert Brian Posch am Stand der Neustadter Kräuterwerkstatt und Gewürzmanufaktur. „Die Knoblauchblüte, die ist besonders lecker“, legt er nach, um gleich noch zu verkünden, dass das Elwetritsch-Gewürz in keinem Schrank fehlen sollte, könnte ja sein, man fängt ein Fabeltier. Das Einreibegewürz verhelfe aber auch der Ente oder der Gans zu einem würzigen Bratobjekt, ist zu hören. Posch kann sich kaum der Kundschaft erwehren. Wie ihm geht es fast allen Ausstellern. Der Andrang ist gewaltig.Ein exklusives Gewürz hier, dort eine gestrickte Mütze, Rapssamenkissen, Latwerge aus Morbach, Marmelade von „daheim“ oder gekochte Seife, es sind diese kleinen Feinheiten, die sich beim Bummel dem nicht abreißen wollenden Besucherstrom bieten. Ob es das vegetarische Zwiebelschmalz von Hedwig Kohlmeyer aus Otterbach ist oder die handgearbeiteten Bürsten aus Bisterschied, es gibt nichts was es nicht gibt, selbst ein Mittel gegen Krampfadern ist im Angebot.



















Und dann diese Gerüche! Ein wahres Duftbouquet wabert die Straße rauf und wieder runter. Wonach riecht es nur? Ein bisschen nach dem Schinken aus der Schinkenmanufaktur oder ist es die Wurst vom Landmetzger aus Cronenberg? Dazwischen und das ist eindeutig, drängt sich unverkennbar würziger Brotduft auf. Genau, da liegen sie, die kräftigen Laibe vom Backparadies Kissel aus Reichenbach-Steegen. Rauch steigt auf. Die Nase signalisiert „verbrannter Horn“. Ein Pferd wird gerade beschlagen. Eine fischige Note mischt mit. Backfische von Forellen-Schneider, klarer Fall. Die graue Dieselschwade ist da eher was für Liebhaber. Rainer Scheidt vom Horterhof hat neben dem kleinen roten Porsche, auf dem die Kinder wie verrückt am Lenkrad drehen, auch einen alten Dieselmotor mitten zwischen perfekt lackierten Bulldog-Oldies positioniert. „Pött-pött–gurgel-klucks“ schon läuft er rund. Scheidts Augen leuchten. Seine Tochter Paula sitzt derweil auf dem alten Fuhrwerk und verkauft gesammelte Nüsse vom Horterhof.



















Einen wahren Schatz hat Hendrik Braun aus Otterberg nach Schneckenhausen gebracht. Eine Original Lanz Stifte-Dreschmaschine, Jahrgang 1925, lässt die Besucher ehrfürchtig dreinblicken. „Das alte Teil funktioniert astrein!“ Braun sagt’s und steckt eine Getreidegabe rein. Das Stroh bleibt zurück, die Körner rutschen raus. Es riecht nach Sommer. Die weiche Geruchsnuance des frisch gepressten Apfelsaftes samt der herberen Tresternote vermittelt dagegen den Herbst. Es ist der Gesangverein „Lyra“ vom Drehenthalerhof, der die Besucher beim Apfelpressen teilhaben lässt. Die Aktion kommt an. Genau wie die hausgemachten Käsespätzle auf dem Pappelhof der Familie Punstein. Zwischen wunderbaren Kunstständen, zufriedenen Pferden und ein wenig Musik gibt’s die Spätzle. „Wir haben allein 24 Kilo Teig vorbereitet“, weiß Susanne Zimmermann-Punstein, dass es hungrige Besucher hat. Für die legen sich, wie könnt es anders sein, auch die Landfrauen mächtig ins Zeug. Drückende Ränzchen und zufrieden schauende Besucher sind der Beweis. Auch die Organisatoren des Nordpfälzer Bauernmarktes haben es drauf, sie hatten den richtigen Riecher, was ins Odenbachtal passt und was ankommt.



08.10.2015



Begeisterte Besucher auf dem Nordpfälzer Bauernmarkt in Schneckenhausen

stellte. Unvergleichlich war die Präsentation alter Liebhaberstücke von Herrn Rainer Scheid, Zur Eröffnung mit anschließendem Rundgang auf dem Bauernmarkt in Schneckenhausen konnten Bürgermeister Harald Westrich und Ortsbürgermeister Konrad Schiwek, den Bundestagsabgeordneten Xaver Jung, die 1. Beigeordnete des Landkreises Gudrun Heß-Schmidt sowie zahlreiche Bürgermeister und Ratsmitglieder der umliegenden Gemeinden begrüßen.
Bei strahlenden Herbstwetter waren wieder mehr als 50 Aussteller teilweise von weither angereist. Früh musste man kommen, um noch ein Brot oder auch von der lecker Morbacher Landwerg noch was zu bekommen. Lustige Kürbisse, interessante Produkte der Bürstenmanufaktur und ausgefallene Liköre waren im Angebot. Schön dekoriert waren auch die Stände der Floristen und bunt die der Wollhändler. Im Pappelhof Punstein präsentierten sich Händler mit Kunstobjekten aus unterschiedlichsten Materialien z.B. Holz, Eisen, Seide, und Edelmetalle. Neben einer Spinnerin, die das alte Handwerk zeigte, durfte hier auch die Musik nicht fehlen.
Harald Westrich und Konrad Schiwek bedanken sich während eines Rundganges nochmals ganz herzlich bei den Teilnehmern. Insbesondere bei allen Helfern und Bürgern von Schneckenhausen, die wieder bereit waren ihre Höfe und Plätze zur Verfügung zu stellen und sich aktiv mit eigenen Beiträgen an dem Markt beteiligten. Besonderer Dank gilt Herrn Leppla, der seine Wiese präparierte, die als Parkplatz benutzt werden durfte und seinen geräumigen Hof zur Verfügung Traktoren die man nur selten zu Gesicht bekommt. Und in diesem Jahr ergänzt durch den Zufallsfund einer Original Lanz Stifte-Dreschmaschine aus dem Jahr 1925 von Hendrik Braun. Die Organisatoren dieses Teils des Schneckenhäuser Bauernmarktes verdienen allen voran Rainer Scheid, einen ganz besonderen Dank.
Es war eine tolle und erfolgreiche Veranstaltung, bei der alle Akteure gemeinsam zum Erfolg beigetragen haben. Schneckenhausen hatte schon lange nicht mehr einen solchen Besucheransturm erlebt, die Aussteller waren hochzufrieden mit den Verkäufen, den Organisatoren hat es viel Spaß gemacht, rund um waren alle begeistert und wir freuen uns auf den nächsten Nordpfälzer Bauernmarkt im kommenden Jahr wieder am letzten Wochenende im September.






















„Alles was wachsen kann und gut schmeckt, das bieten wir an“, versichert Brian Posch am Stand der Neustadter Kräuterwerkstatt und Gewürzmanufaktur. „Die Knoblauchblüte, die ist besonders lecker“, legt er nach, um gleich noch zu verkünden, dass das Elwetritsch-Gewürz in keinem Schrank fehlen sollte, könnte ja sein, man fängt ein Fabeltier. Das Einreibegewürz verhelfe aber auch der Ente oder der Gans zu einem würzigen Bratobjekt, ist zu hören. Posch kann sich kaum der Kundschaft erwehren. Wie ihm geht es fast allen Ausstellern. Der Andrang ist gewaltig.Ein exklusives Gewürz hier, dort eine gestrickte Mütze, Rapssamenkissen, Latwerge aus Morbach, Marmelade von „daheim“ oder gekochte Seife, es sind diese kleinen Feinheiten, die sich beim Bummel dem nicht abreißen wollenden Besucherstrom bieten. Ob es das vegetarische Zwiebelschmalz von Hedwig Kohlmeyer aus Otterbach ist oder die handgearbeiteten Bürsten aus Bisterschied, es gibt nichts was es nicht gibt, selbst ein Mittel gegen Krampfadern ist im Angebot.


Do. 03.09.2015

Bürgerhaus und Brunnen im Fokus Schneckenhausen: Gemeinderat stößt Dorferneuerung an - Ortsbürgermeister: „Mehr Kommunikation“



Bürgerhaus und Brunnen im Fokus Schneckenhausen: Gemeinderat stößt Dorferneuerung an - Ortsbürgermeister: „Mehr Kommunikation“ Zwei herausragende Maßnahmen will die Gemeinde Schneckenhausen im Rahmen der Fortschreibung des Dorferneuerungskonzepts umsetzen. Das kündigte Ortsbürgermeister Konrad Schiwek im Anschluss an die jüngste Ratssitzung an. Es geht um die barrierefreie Gestaltung des Bürgerhauses und die Sanierung des Röhrenbrunnens.Das bestehende Dorferneuerungskonzept stammt aus den 1980er Jahren und bedarf einer Aktualisierung, so der Ortsbürgermeister. Deshalb hat das Gremium ein Lauterer Fachbüro mit der Fortschreibung beauftragt. Es wurde gleichzeitig ermächtigt, bei der Kreisverwaltung den „Antrag auf Anerkennung als Schwerpunktgemeinde im Rahmen der Dorferneuerung“ zu stellen. Wird dieser angenommen, fallen die Fördergelder des Landes deutlich hoher aus. „Das Bürgerhaus wird auch künftig ein Mittelpunkt in der Gemeinde darstellen“, betont Schiwek. Es werde von vielen Gemeinschaften besucht, etwa den Senioren der „Plauderstunde“. Dies sei ein Grund, „das Haus mit den vielen Kommunikationsmöglichkeiten barrierefrei zu gestalten“. Details sollen aus der Entwurfsplanung hervorgehen. Mit dem Vorhaben verbinden wollen die Ratsmitglieder die Neugestaltung des ehemaligen Schulhofs, der ans Bürgerhaus grenzt. „Damit kann nicht nur der Ortsmittelpunkt aufgewertet, sondern auch attraktiv und zweckmäßig gestaltet werden“, sagt Schiwek. Es bestehe Handlungsbedarf, jedoch benötige man zur Finanzierung die Zuschüsse für die Dorferneuerung.

Der Röhrenbrunnen an der Landesstraße gegenüber der Zufahrt zum Ortskern muss Schiwek zufolge gleichfalls erneuert werden. Auch hier will er zunächst die Ideen des beauftragten Planungsbüros abwarten und im Gemeinderat diskutieren. „Denkbar ist eine weitere Kommunikationsstätte für die Bevölkerung von Schneckenhausen“, so Schiwek weiter.

„Die Anerkennung als Schwerpunktgemeinde bringt der Kommune und einigen Bürgern große Vorteile“, resümiert der Ortsbürgermeister.




Presseberichte 2014


Gemeinderat stimmt Doppelhaushalt 2014/15 zu – Festhalle wird energetisch saniert

Der Ortsgemeinderat Schneckenhausen hat in seiner Sitzung am Montag einstimmig den Doppelhaushalt 2014/15 beschlossen.   Die Schwachstelle ist der Ergebnishaushalt, in dem die Abschreibungen ausgewiesen werden. Im Finanzhaushalt gibt es 2014 ein leichtes Plus, im nächsten Jahr wird es aber auch dort einen Fehlbetrag geben, sagte Ortsbürgermeister Gerhard Schohl. 2014 stehen den Erträgen von 572.430 Euro Aufwendungen von 620.430 Euro gegenüber, was zu einem Minus von 48.000 Euro führen wird. 2015 beläuft sich der Fehlbetrag auf 76.535 Euro. 131.975 Euro werden 2014 investiert: 50.000 Euro für den Ausbau des Wirtschaftsweges „Gorrhof“, 44.000 Euro für die energetische Sanierung der Festhalle, 17.000 Euro für die multifunktionale Spielfläche und 5600 Euro für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung. 2015 sind Investitionen von 450.830 Euro eingeplant. Mit 360.000 Euro geht der Großteil in den Ausbau der Bergstraße. 80.000 Euro werden für eine Doppelgarage am Festhaus fällig. Trotz Investitionen wird in diesem Jahr keine Kreditaufnahme notwendig sein. 2015 sind aber 74.900 Euro zur Finanzierung der Bauvorhaben eingeplant. Ende 2015 wird die Gemeinde mit 430.148 Euro verschuldet sein. Unabhängig von dieser Entwicklung machte Schohl deutlich, dass es keine Änderungen bei den Steuerehebesätzen und Gebühren geben wird. Die wesentlichen Erträge Schneckenhausens sind Anteile an der Einkommensteuer (213.000 Euro), die Grundsteuer (72.600 Euro), Schlüsselzuweisungen (81.100 Euro) und die Gewerbesteuer (50.000 Euro). Angesichts der Umlagen, die unter anderem an die Verbandsgemeinde Otterberg (187.500 Euro) sowie an den Landkreis Kaiserslautern (186.500 Euro) fließen, sei das allerdings zu wenig, so Gerhard Schohl. Die Abschreibungen belasten den Haushalt 2014 mit 70.380 Euro. (llw)





Gegen Ende vergangener Woche gründete sich in Schneckenhausen die Bürgerinitiative „Gegenwind“. Das Ehepaar Sybille und Gerhard Neumann fungiert als Sprecher. Die Initiative will sich gegen die Errichtung von fünf Windrädern auf der Gemarkung Mehlbach an der Grenze zu Schneckenhausen wehren. Bei der Verbandsgemeindeverwaltung Otterbach hat die Initiative bereits Widerspruch gegen die planmäßige Ausweisung des Gebietes zur Errichtung der Anlagen eingelegt. Mit über 300 Unterschriften von Schneckenhausener Bürgern will die Initiative ihre Bedenken untermauern. Nach Neumanns Kenntnisstand sind Windräder mit einer Nabenhöhe von 150 Metern und 70 Meter langen Rotorblätter geplant. Dies bedeute eine Beeinträchtigung der ganzen Region – hauptsächlich aber von Schneckenhausen: Die Anlage würde nur 800 Meter vom geplanten Neubaugebiet entfernt sein. Die Folge seien Wertverluste bei Grundstücken und Gebäuden. Der Schattenschlag und die Geräusche würden sich negativ auf die Bevölkerung auswirken. Außerdem müssten zur Umsetzung der Anlagen zwischen 80 und 100 Hektar Wald gerodet werden. Die Auswirkungen auf die Tierwelt seien nicht abzuschätzen. Denn die Region sei ein Durchzugsgebiet für Rotmilane. „Wir wollen keine Windräder, die der Tierwelt den Lebensraum nehmen, unsere Lebensqualität einschränken und uns krank machen“, so die Initiative. Vor der Ratssitzung hatte „Gegenwind“ mit einem Infostand über ihre Ziele unterrichtet und Unterschriften gesammelt. (llw)





Rat hat Bedenken gegen Flächennutzungsplan der VG
















In der Sitzung am Montagabend hat der Gemeinderat von Schneckenhausen einstimmig Bedenken gegen die Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Otterbach geltend gemacht. Grund dafür sind die geplanten Windkraftanlagen auf Mehlbacher Gemarkung an der Grenze zu Schneckenhausen.   Auf der Fensterbank sitzend oder dicht gedrängt stehend verfolgten rund 80 Personen die Sitzung des Gemeinderates. Gekommen waren die Zuschauer wegen der Abstimmung über die Teilfortschreibung des Raumordnungsplanes Westpfalz und des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Otterbach. Daher zog Ortsbürgermeister Gerhard Schohl die Beratungen zu den Punkten auch auf den Beginn der Sitzung vor. Schohl bemängelte, dass Schneckenhausen als betroffene Nachbargemeinde bis zur Fortschreibung nicht gehört wurde, obwohl dies nach dem Baugesetzbuch vorgeschrieben sei. Der Rat folgte bei der Begründung seinen Ausführungen. Die geplante Anlage mit einer Gesamthöhe von bis zu 200 Metern soll in südöstlicher Richtung zur Ortslage von Schneckenhausen gebaut werden – und damit in der Hauptwindrichtung. Daher sei mit erheblicher Geräuschbelastung zu rechnen. Die vorgesehene Erweiterung des Neubaugebietes „Ziegelhütte“ wäre damit wegen der Abstandsregelung nicht mehr möglich. Auch das bestehende Freizeitgelände werde erheblich beeinträchtigt, der Erholungswert sei faktisch aufgehoben. Der Grünbereich zwischen der Landesstraße (L387) und der Gemarkungsgrenze zu Mehlbach stelle einen geschützten Lebensraum für Rotmilane, Korn-Wiesenreiher, Uhu und Fledermauspopulationen dar. Der Bau von Windrädern wäre eine absolute Blockade für Zugvögel. Ein Planungsbüro stuft das Gebiet in einer Standortbewertung als nur bedingt geeignet ein. Widersprochen wird auch den Landesvorgaben, wonach Windkraftstandorte gebündelt werden sollen. Dies führe zur „Verspargelung“ der Landschaft, so Schohl. Wegen der erheblichen Belastungen für Umwelt, Natur und Landschaft fordert die Ortsgemeinde Schneckenhausen unabhängig von ihrer Ablehnung eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Diskutiert wurde auch die Fortschreibung des Raumordnungsplanes Westpfalz. Einstimmig beschloss der Rat, dass Schneckenhausen auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Otterberg keine weiteren Vorrangflächen für Windkraftanlagen wünscht. Der Plan sieht Windräder nördlich von Schneckenhausen vor, die über die Kreisgrenzen hinausgehen. Mit der Ausweisung von Vorrangflächen gingen laut Schohl nennenswerte Einschränkungen für Landwirtschaft und Planungsvorhaben einher. (llw)




Schlagabtausch um Windräder geht weiter Mehlbach:  Bericht vom 22.08.2014

Bürgerinitiative aus der Nachbargemeinde erhebt Vorwürfe gegen Ortsbürgermeister Braun Der Schlagabtausch um die geplanten Windenergieanlagen (WEA) bei Mehlbach geht weiter.

Die Bürgerinitiative im benachbarten Schneckenhausen, die sich vor allem am vorgesehenen Standort der Windräder stört, erhebt Vorwürfe gegen den Mehlbacher Ortsbürgermeister Harry Braun (SPD). Der lehnte gestern Nachmittag eine Stellungnahme gegenüber der RHEINPFALZ ab.Wie berichtet, hat der Gemeinderat Mehlbach im April 2012 einen Grundsatzbeschluss für den Bau von fünf Windrädern gefasst, die später auf vier reduziert wurden. Vorgesehener Standort ist der gemeindeeigene Grund in der Gemarkung „Fuchsplacken/Wolfsbau“.

Die Bürgerinitiative in der Nachbargemeinde will die Errichtung der WEA verhindern, weil sie eine Beeinträchtigung sowohl des „unberührten Naturgebiets“ als auch der Wohnqualität befürchtet.

Mehlbachs Ortsbürgermeister Braun hält dagegen an dem Vorhaben fest. Das hat er Ende Juni in einem RHEINPFALZ-Gespräch sowie wenige Wochen später bei einer Info-Veranstaltung bekräftigt.

Zwischenzeitlich übt eine „Bürgerinitiative Windkraft Mehlbach“ Schulterschluss mit den Schneckenhausener WEA-Gegnern. Ihr Alternativvorschlag zielt auf einen Windpark zwischen Mehlbach und Katzweiler ab. Unterschriften wurden gesammelt, die Parole lautet: „Ja zur Windkraft, wo sie hinpasst. Nein im Wald und in Dorfnähe.

“Bemängelt wird vor allem Brauns „praktisch nicht vorhandene Informationspolitik“. So richtete sich die Info-Veranstaltung laut Ankündigung im Amtsblatt ausschließlich an Mehlbacher Bürger, die Schneckenhausener seien „von Anfang an ausgegrenzt“ worden. Jetzt legt die Bürgerinitiative nach. „Sein Benehmen ist aus unserer Sicht total daneben“, sagte gestern Gerhard Neumann von den WEA-Gegnern. Er frage sich, „warum der Mehlbacher Ortsbürgermeister so ein großes Geheimnis um die Windräder macht“.

Braun sei seit drei Jahren mit dem Projekt befasst, „aber er vergisst, seine eigene Gemeinde und auch angrenzende Kommunen ausreichend zu informieren“.
Bei der Info-Veranstaltung sei „unliebsamen Besuchern der Zutritt verwehrt“ worden. Diese Aufgabe hätten „zu Türstehern degradierte Ratsmitglieder“ übernommen. Auch habe sich Braun zu beleidigenden und herabwürdigenden Kommentaren in der Öffentlichkeit hinreißen lassen, sagt Neumann. Dies belege das Fehlen von „Sozialverhalten und Demokratieverständnis“.

 Allerdings hat Braun eine separate Veranstaltung in Mehlbach für Ortsfremde angekündigt.
Gegenüber der RHEINPFALZ wollte sich Braun zu diesen Vorwürfen nicht äußern. „Ich gebe keine Stellungnahme ab“, sagte er gestern. „Aber ich behalte mir rechtliche Schritte vor, falls meine Person in irgendeiner Weise beschädigt wird.“

Derweil bestätigte die Kommunalaufsicht bei der Lauterer Kreisverwaltung auf Anfrage, dass mehrere Dienstaufsichtsbeschwerden gegen den Mehlbacher Ortsbürgermeister vorliegen. (rik)




Schneckenhausen:  Infoveranstaltung der BI zieht über 250 Zuhörer an

Bericht vom 06.09.2014


Eine Infoveranstaltung der „Bürgerinitiative Windkraft“ hat am Donnerstagabend so viel Publikum angelockt, dass in der Festhalle Schneckenhausen Stühle gerückt werden mussten. Nach Angaben der Veranstalter kamen über 250 Zuhörer, die sich über Windräder „und die Folgen für jeden von uns“ informieren wollten.


Wie mehrfach berichtet, plant die Gemeinde Mehlbach den Bau von vier Windkraftanlagen (WKA) an der Gemarkungsgrenze zu Schneckenhausen. In beiden Dörfern regt sich Widerstand gegen das Vorhaben, wobei vor allem die angeblich unzureichende und zögerliche Informationspolitik des Mehlbacher Ortsbürgermeisters kritisiert wird.An der Infoveranstaltung nahmen zahlreiche Kommunalpolitiker und Bürger auch der umliegenden Kommunen sowie Mitglieder des Verbandsgemeinderats Otterbach-Otterberg teil. Die Pfalzwerke als Projektträger waren nach Angaben der BI zwar eingeladen, hatten aber keinen offiziellen Vertreter geschickt.Der Abend bestand aus drei Vorträgen, die überwiegend die negativen Auswirkungen von WKA beleuchteten. Auf polemische Anwürfe wurde ebenso verzichtet wie auf eine abschließende Frage- und Diskussionsrunde. Allerdings standen die Referenten nach der zweistündigen Veranstaltung für Einzelgespräche bereit.

Der Mehlbacher Tony Poesch − im Hauptberuf Spezialist für Computergrafiken − zeigte auf, welche Perspektiven sich dem Betrachter vor Ort nach der Errichtung von 200 Meter hohen Anlagen bieten. Er betonte, die Visualisierung auf der Grundlage amtlicher Daten errechnet zu haben: „Objektiver geht’s nicht.“ Laut Planung sollen die WKA in der Gemarkung „Fuchsplacken/Wolfsbau“ gebaut werden. Poesch simulierte die Aussicht auf die Windräder von verschiedenen Standpunkten in Mehlbach und Schneckenhausen.

Hans Hönl aus Obersülzen (Kreis Bad Dürkheim) stellte die Frage: „Sind WKA sinnvoll in unserer Region?“ Bundesweit werde durch den Betrieb von 23.000 Windrädern weniger als ein Prozent Kohlendioxid eingespart. Eine wirkungsvolle Reduktion sei nicht zu erwarten, zumal wegen der Produktivitätsschwankungen zeitgleich herkömmliche Speicherkraftwerke vorgehalten werden müssten.

Hönl weiter: „Eine höhere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern ist derzeit illusorisch.“ Hinzu komme eine „gravierende Verunstaltung der Landschaft“. Der von den Anlagen verursachte Lärm gehe mit Frequenzen beim Ultra- und Infraschall einher, deren Schwingungen zu massiven Kreislauf-, Herz- und Nervenproblemen führen könnten.

„Die Probleme nehmen zu, die Lebensqualität nimmt ab“, sagte Hönl unter Hinweis auf den Schatten- und Eiswurf der Anlagen. Außerdem seien Nachteile für den Fremdenverkehr, den Wert angrenzender Immobilien und durch die Gefahr abstürzender Trümmerteile zu berücksichtigen.

Über die Auswirkungen der extensiven Ausweisung von Windparks in Soonwald und Hunsrück referierte Sylke Müller-Althauser (Argenthal). Sie plädierte für Transparenz und Bürgerbeteiligung von der Konzeption bis zum Bau der Windräder. Heftigen Beifall erhielt sie für ihre Aussage: „Vielleicht haben die Menschen vergessen, was es heißt, eine solche Landschaft als eigene Heimat erleben zu dürfen.“ (rik)



Schneckenhausen:  "Keine Anlagen vor unserer Haustür"!

Bericht vom 25.09.2014

Pfalzwerke informieren über die geplanten Windkraftanlagen in Mehlbach – Viele Fragen bleiben ungeklärt.

Schneckenhausen: Teils sitzend, teils stehend verfolgten über 80 Zuhörer aus der Region am Dienstagabend den Informations- und Diskussionsabend zum Thema Windkraftanlagen (WKA) in der Festhalle in Schneckenhausen.

Rainer Nauerz referierte als Vertreter der Pfalzwerke über die geplanten Anlagen im Wald zwischen Mehlbach und Schneckenhausen.

   „Wenn die Gegend erst mal versaut ist, kommt’s auch nicht mehr drauf an!“,
mahnte Klaus Kleber von der Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind“ und gab zu bedenken, das es vielleicht nicht bei den geplanten vier Anlagen bleiben könnte. Er verstehe auch nicht, warum die Pfalzwerke weiterhin an dem „verfehlten Projekt“ festhielten, obwohl in den umliegenden Gemeinden sowie in der Verbandsgemeinde Otterberg Ratsbeschlüsse gegen die WKA vorlägen. Kleber warnte die Pfalzwerke vor Imageschäden und forderte sie auf, sich um einen Konsens mit den Bürgern zu bemühen. „Sehen Sie uns als Kunde, der den Strom aus der Steckdose beziehen muss, aber sehen Sie uns auch als Kunde, der den Strom nicht unbedingt von den Pfalzwerken beziehen muss.“
Die Ausführungen Klebers erhielten meist Zuspruch, führten im Saal aber auch immer wieder zu Diskussionen.

Ortsbürgermeister Konrad Schiwek war den ganzen Abend bestrebt, den Saal zu befrieden, lange Redner zu unterbrechen und möglichst viele Zuhörer ihre Fragen stellen zu lassen. Aber auch er brachte seine Bedenken zum Ausdruck und sieht durch die WKA zum Beispiel die Umsetzung des Neubaugebiets in Gefahr. Weiter kritisierte er die mangelnde Informationspolitik der Pfalzwerke.

Die Diskussion zwischen Bürgern und Referenten brachte Sybille Neumann, Sprecherin der BI Gegenwind Schneckenhausen, in Gang. Sie las Fragen der Bürger vor, die sie im Vorfeld gesammelt hatte. Lärm, Schattenwurf, Infraschall und Erschließung der Standorte kristallisierten sich als größte Bedenken der Bürger heraus.

Sowohl Lärm- als auch Schattenwurfgutachten gäben Entwarnung für Schneckenhausen, sagte Nauerz. Wenn die WKA auf Volllast laufen, habe man im Abstand von 250 Metern nur einen Lärmpegel von unter 45 Dezibel. Die Hauptwindrichtung trage den Schall außerdem knapp an Schneckenhausen vorbei. Auch der Schattenwurf der WKA reiche nicht bis an die Bebauung heran, erklärte der Diplomingenieur. Sollte es wider Erwarten doch zu einer Beeinträchtigung kommen, könnte die jeweilige Anlage für die betreffende Tageszeit abgeschaltet werden.

Das kontrovers diskutierte Thema Infraschall konnte von Nauerz nur teilweise erklärt werden. Infraschall ist ein niederfrequenter Schall, der entsteht, wenn das Rotorblatt den unteren Rand der Kanzel passiert. In 200 Metern Entfernung sei der Schall vom Menschen nicht mehr wahrnehmbar, erklärte Nauerz. Er räumte aber auch ein, dass es bisher keine aussagekräftigen Langzeitstudien dazu gibt. Gerade die Zuhörer aus Schneckenhausen interessierten sich für die Erschließung der geplanten Standorte. Sie befürchten einen massiven Eingriff in Privatgrundstücke und in Flora und Fauna des Gebiets, was es für Touristen unattraktiv machen könnte. Nauerz hielt hier den Rückbau der Waldwege und Stellflächen dagegen: „Wir benötigen für alle vier Anlagen insgesamt etwa 5000 Quadratmeter als Stell- und Montagefläche. Diese wird aber nach der Montage auf etwa 1850 Quadratmeter zurückgebaut.“ Die auf 4,5 Meter verbreiterten Waldwege könnten auch rückgebaut werden, würden aber auch oft auf Wunsch belassen, um der Feuerwehr oder dem Forst eine bessere Erschließung des Waldes zu ermöglichen. Den Pfalzwerken liegen laut Nauerz zudem Gutachten unabhängiger Biologen vor, die das Waldgebiet über einen Zeitraum von zwei Jahren erforschten. Durch diese Analysen seien auch zwei der ursprünglich geplanten sechs WKA verworfen worden. Die häufig gestellte Frage nach der genauen Route, die die Lkw – Nauerz ging von 1000 aus – während der Bauphase befahren würden, konnte er nicht beantworten und hinterließ hier Verunsicherung bei den Bürgern.

 Nach über drei Stunden schloss Schiwek die Veranstaltung mit den Worten: „Wir werden alles unternehmen, um die Anlagen vor unserer Haustür zu vermeiden“ und erhielt dafür von den Anwesenden tosenden Applaus. (msim)


Worte und Taten   Bericht 05.12.2014

Schneckenhausen: Alt-Ortsbürgermeister Gerhard Schohl erhält Landesehrennadel

Die hohe Auszeichnung wurde ihm, entgegen den üblichen Gepflogenheiten, nicht in der Kreisverwaltung Kaiserslautern, sondern vor Ort, in der Festhalle Schneckenhausen, von Landrat Paul Junker (CDU) übergeben. Mit angereist waren die drei Kreisbeigeordneten Gudrun Heß-Schmidt (CDU), Gerhard Müller (FWG) und Walter Altherr (CDU). Die Nominierung von Gerhard Schohl für diese staatliche Anerkennung kam unisono von Harald Westrich (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg und Walter Scharding (CDU), dem Ortsbeigeordneten von Schneckenhausen.„Ich bin gerne nach Schneckenhausen gekommen, um einen Mann, der rund um die Uhr für die Bürger da war, zu ehren. Ein Bürgermeister, der auch in schwierigen und kritischen Situationen die Ruhe und den Überblick behalten hatte, Zuhören konnte und immer ein offenes Ohr für die Vereine hatte“, sagte Landrat Junker. In seiner Laudatio hob Ortsbürgermeister Konrad Schiwek (CDU) das große Engagement seines Vorgängers hervor, der 17 Jahre die Geschicke der Gemeinde lenkte. Durch sein ehrenamtliches Engagement in örtlichen Vereinen wie auch im kommunalen Bereich, so Schiwek, habe sich Schohl verdient gemacht. In seiner Amtszeit verstand er es, viele Bürger zu motivieren, sich für die Gemeinde einzusetzen. Viele kommunale Projekte wurden von ihm angestoßen und umgesetzt, wie die Pflege und Unterhaltung von gemeindlichen Anlagen oder der Umbau der Festhalle. Dabei legte er selbst mit Hand an, wenn es darum ging, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Unterstützt wurde er auch von seiner Ehefrau Marita, die sich ebenfalls für das Gemeinwesen engagierte. Deshalb war es für die Vereine in der Gemeinde eine Ehre, bei der Verleihung der Ehrennadel die Organisation und die Bewirtung der Gäste zu übernehmen. (amk)



Presseberichte 2015





Dorferneuerung ohne Windkraft       Bericht 28.02.2015

Schneckenhausen: Großes Interesse an Auftaktveranstaltung – Bürger fürchten um Landschaftsbild



Das Planungsbüro „Stadtgespräch“ informierte am Donnerstagabend in Schneckenhausen über den aktuellen Stand der geplanten Dorferneuerung. Vor allem der Bau von Windkrafträdern in Dorfnähe muss nach Ansicht der Bürger unbedingt verhindert werden.



Trotz der aktuellen Grippewelle war der Besucherandrang bei der Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung groß. Kein Wunder, denn die zuvor in der Gemeinde ausgeteilten Fragebögen zu aktuellen Themen, Problemen und Anregungen in der Ortsgemeinde Schneckenhausen hatten eine Rücklaufquote von fast 60 Prozent. Jennifer Bettinger und Nadine Purkabiri vom Planungsbüro „Stadtgespräch“ informierten die rund 70 interessierten Bürger über die Ergebnisse der Fragebogenauswertung. Vor allem die strikte Ablehnung des Baus von Windkraftanlagen stach dabei heraus. Ortsbürgermeister Konrad Schiwek konnte die Befürchtungen gut verstehen. „Wir möchten im Zuge der Dorferneuerung Schneckenhausen attraktiver machen und das Dorfbild verschönern. Wenn jetzt Windkraftanlagen in der Nähe von Schneckenhausen gebaut werden, bremst das die Dorferneuerung in extremem Maß aus. Wir haben nichts gegen erneuerbare Energien, aber Windkrafträder passen hier einfach nicht ins Landschaftsbild“, erklärte Konrad Schiwek. Das Problem sei, dass Schneckenhausen keinen Einfluss auf den Bau der geplanten Windräder habe, da diese auf der Gemarkung des Nachbarortes Mehlbach gebaut werden sollen. „Wir haben hier lediglich die Möglichkeit, klar unsere Meinung zum Ausdruck zu bringen und zu hoffen, dass auch die Mehlbacher ein Einsehen haben“, sagte Schiwek. Zur weiteren Ideenfindung sollen Arbeitsgruppen eingerichtet werden, die sich mit den Themenfeldern Bauen und Wohnen, Verkehr und Infrastruktur sowie Kultur und Freizeit beschäftigen. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen werden dann erneut mit dem Planungsbüro „Stadtgespräch“ diskutiert und in ein konkretes Dorferneuerungskonzept integriert. „Es ist wichtig, dass die Schneckenhausener weiter so engagiert mithelfen, in ihrem Ort etwas zu bewegen. Die Arbeit geht jetzt erst richtig los“, betonte die Architektin Jennifer Bettinger vom Planungsbüro „Stadtgespräch“. (zjo)




Es kommt auf die Bürger an       Bericht 23.02.2015

Wie kann die Gemeinde ihre Dorfgemeinschaft erhalten und stärken?

Welche Ideen haben die Einwohner in Schneckenhausen für ihr Dorf? „Wir wollen uns an einen Tisch setzen und uns Gedanken über die Zukunft machen“, sagt Ortsbürgermeister Konrad Schiwek und lädt zum Gespräch ein. Ideensammlung und Diskussion laufen unter dem Dach der Dorferneuerung.



Vor Jahren gab es bereits ein Dorfentwicklungskonzept in Schneckenhausen, nun will die Gemeinde erneut in die Diskussion um die Zukunft einsteigen, denn es gilt, den Ort mit seinen derzeit fast 600 Einwohnern für Herausforderungen fit zu machen. Dabei kommt es auf die Bürger an. „Dorferneuerung lebt vom Mitmachen“, sagt Schiwek. „Wir wollen wissen, was die Bürger wollen und zugleich die Bevölkerung in die Entscheidungen für die Zukunft einbinden.“ Über die Dorfmoderation können sich Bürger beteiligen und helfen, ein Zukunftskonzept für Schneckenhausen zu entwickeln. Dabei geht es um Stärken der Gemeinde – zum Beispiel als Wohnstandort – ebenso wie um Probleme – zum Beispiel die Grundversorgung. Eine Altersgrenze gibt es nicht, Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren prägen das Dorf und sollen auch bei der Dorfmoderation mitreden. Um sich nicht zu verzetteln, werden die Ideen und Vorschläge in Arbeitsgruppen diskutiert. Begleitet wird dies vom Planungsbüro „Stadtgespräch“ aus Kaiserslautern, für das Julia Kaiser bei der Auftaktveranstaltung informieren wird. Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung liegt auch auf der Präsentation der Fragebogenaktion, die vor wenigen Wochen im Ort organisiert wurde. Die Rücklaufquote sei mit 56 Prozent sehr erfreulich gewesen, so Schiwek. (dre)
 
Info
Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung am Donnerstag, 26. Februar, 19 Uhr, in der Festhalle Schneckenhausen.




Nachbarn melden sich zu Wort          Bericht 16.04.2015

Mehlbach:
Weiter Streit um die Windrad-Pläne - Bürgerinitiative weist Kritik zurück Die Ortsbürgermeister von Schneckenhausen und Schallodenbach widersprechen Äußerungen ihres Mehlbacher Amtskollegen, wonach sie von Anfang an in Gespräche über die geplanten Windräder eingebunden gewesen seien. Zugleich weist die „Bürgerinitiative Windkraft“ den Vorwurf zurück, sie habe den Mehlbacher Ratsmitgliedern Eigeninteressen unterstellt.Wie mehrfach berichtet, hat sich der Gemeinderat von Mehlbach bereits im April 2012 grundsätzlich für die Ausweisung von Standflächen für Windenergieanlagen (WEA) ausgesprochen. Unter anderem erhofft sich die Kommune durch die Pachteinnahmen eine Entlastung ihrer angespannten Haushaltslage.Auf der Grundlage dieses einstimmigen Ratsbeschlusses will Ortsbürgermeister Harry Braun (SPD) vier Windräder im Gemeindewald errichten. Seit dem Frühjahr 2014 setzt die „Bürgerinitiative Windkraft“ alles daran, dieses Vorhaben zu verhindern. Sie befürchtet einerseits einen Eingriff in die Ökologie, außerdem eine Schmälerung der Wohn- und Lebensqualität in Mehlbach und Schneckenhausen. Die Informationspolitik Brauns wird von den Windrad-Gegnern ebenso heftig wie beharrlich kritisiert. Im RHEINPFALZ-Gespräch (Ausgabe vom 4. April) setzte sich der Ortsbürgermeister gegen die Vorwürfe zur Wehr. Die Anschuldigung von „Mauschelei“ wies er als „infam“ zurück. Auch werde sehr wohl „der Ökologie (und) den berechtigten Interessen der Menschen in unserer Gemeinde Rechnung getragen“.

Braun weiter: „Es wird kein hochwertiger Wald angegriffen. (...) Die Eingriffe in Natur und Umwelt sind gering und stehen in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Nutzen und Aufschwung für unsere Gemeinde und unsere Bürger.“ Letztere seien stets informiert worden, die „politisch Verantwortlichen der Nachbargemeinden von Beginn an bei Erstgesprächen eingebunden“ gewesen.

Dieser Äußerung widersprechen Brauns Amtskollegen in den Nachbargemeinden. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Schneckenhausen, Konrad Schiwek (CDU), gab es im Vorfeld nur die grundsätzliche Information, Mehlbach plane einen Windpark. „Wir waren nie detailliert über die Standorte und die konkreten Planungen informiert“, so Schiwek. „Es gab lediglich die vage Ankündigung, dass WEA gebaut werden sollen.“ Diese sei bei einer gemeinsamen Unterredung in der Verwaltung der Verbandsgemeinde Otterbach erfolgt.

Schiwek sagt, vonseiten der Nachbargemeinden habe es „schon damals Bedenken und Proteste“ gegeben. Im Herbst 2013 hätten er und sein damals noch amtierender Vorgänger Gerhard Schohl an einer Ratssitzung in Mehlbach teilgenommen: „Aber Herr Braun sagte nur, dass WEA errichtet werden sollen. Details zu Anzahl und Standort wurden nicht mitgeteilt. Von ,eingebunden’ kann keine Rede sein, denn Gespräche haben nicht stattgefunden.“

Schohl bestätigte gestern Nachmittag auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass „ein Gespräch in Otterbach“ stattfand, bei dem „Herr Braun über das Vorhaben informierte“. Damals sei es um andere Standorte gegangen, „ein Abstand von 1000 Metern bis zu unserer Festhalle wurde zugesichert“. Davon könne inzwischen keine Rede mehr sein.

Ähnlich formuliert es Hans Michel (CDU), der Ortsbürgermeister von Schallodenbach. „Standort oder Anzahl der Windräder wurden mir gegenüber nie erwähnt“, sagt er. „Wir waren ein einziges Mal zusammen in Otterbach. Da wurde das angesprochen, aber als ,Einbindung’ sehe ich das nicht.“

Auch die „Bürgerinitiative Windkraft“ schreibt in einer Stellungnahme zum RHEINPFALZ-Artikel vom 4. April: „Eine Einbindung der politisch Verantwortlichen (...) hat nie stattgefunden.“ Die vom Mehlbacher Ratsmitglied Bernd Annefeld (SPD) formulierte Äußerung, die Anschuldigung von Böswilligkeit oder Eigennutz sei „ungerecht und ehrverletzend“, weisen die Windrad-Gegner „auf das Allerschärfste zurück“. Vielmehr stehe den Plänen des Gemeinderats „das ökologische und berechtigte Interesse von mehr als 1200 Bürgern aus Mehlbach und den umliegenden Gemeinden entgegen“. (rik)



26.Dez. 2015 Jürgen Steinmann

"......und ein Stern erstrahlt in dunkler Nacht"

Sch'hausen/H'moschel: MVG undMVS stimmen auf die Festtage ein



















„Für mich beginnt Weihnachten einfach mit diesem Weihnachtskonzert!“ Die Meinung von Paul Schuster teilten viele in der voll besetzten Mehrzweckhalle Heiligenmoschel, in der der MGV Schneckenhausen am Sonntag sein traditionelles Vokalprogramm aufführte.


MGV-Vorsitzender Schuster stimmte mit Weihnachts- und Adventsgedichten auf die Feiertage ein, die musikalische Leitung lag in den Händen von Dirigent Burkhard Schohl.

Feststimmung breitete sich in dem mit Sternen, Lichterketten und einem riesigen Tannenbaum geschmückten Saal aus.Rhythmisch und prägnant begann mit dem Jugendorchester des Musikvereins Schneckenhausen das Programm. Ein mitreißendes „Christmas Spiritual“, das fröhliche „Feliz Navidad“, das bezaubernde „Let it go“ aus dem Film „Die Eiskönigin“ und den Whitney-Houston-Hit „One Moment in Time“ hatte Orchesterleiter Johannes Zimmermann für seine 15 Jungmusiker zusammengetragen.



















In Zauberwelten tauchten mit „Weihnachten bin ich zu Haus“ und Eckart Hehrers „... und ein Stern erstrahlt in dunkler Nacht“ auch die Männer des MGV ein. In weiten Bögen, mit kantablem Elan und von Pianist David Punstein wirkungsvoll begleitet wurden ihre Vorträge zum Hörgenuss. Ruhig und gefühlvoll geleitet wurde der große Männerchor von Burkhard Schohl. Als Chorsolist mit tragendem Bariton gefiel er beim Gospel-Klassiker „O happy Day“. In zärtlich träumerische Stimmung versetzte mit „Meditation“ aus der Oper „Thais“ das Duo Sebastian Galwas (Violine) und Florian Jurzitza (Harfe). In Dreier-, Zweier- und Soloformation begeisterte das Blockflötenensemble der Kleinsten. Begleitet wurde die siebenköpfige Schar bei der Auswahl weihnachtlicher Kinderlieder von Lehrerin Susanne Zimmermann-Punstein und deren Ehemann David Punstein.



















Unter Siglinde Bohlander und mit Klavierspieler Burkhard Schohl präsentierte sich der Kirchenchor Heiligenmoschel. Von Wolfgang C. Briegel und Manfred Bühler stammten die melodisch klingenden Chorsätze „Lobet Gott zu dieser Stunde“. Einen weiteren Auftrieb hat unter dem Berufsmusiker und Jazzexperten Punstein das große Orchester des Musikvereins Schneckenhausen genommen. Konzertante Festmusik boten die gut 30 Musiker mit Händels „Feuerwerksmusik“ und dem „Radetzkymarsch“. Wie ein Kaleidoskop öffnete sich das groovend angestimmte „Henry Mancini Portrait“. Den „Freiheitschor“ aus Guiseppe Verdis Oper „Nabucco“ sangen, vom Orchester ausdrucksvoll begleitet, die Choristen aus Schneckenhausen. Eine engelsgleiche „Romance“ mit echohaften Klangeffekten lieferten noch einmal Galwas und Jurzitza. Adventliche Chormusik österreichischen Zuschnitts und Hanne Hallers beeindruckendes „Vater-unser“-Gebet trug der Kirchenchor Heiligenmoschel vor. Weihnachtslieder zum Mitsingen gab es am Schluss vom Musikverein Schneckenhausen. Die altdeutschen Weisen „Tochter Zion“, „Kommet ihr Hirten“, „Es ist ein Ros entsprungen“, „Leise rieselt der Schnee“, „Alle Jahre wieder“, „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ sang das Publikum frei und textsicher mit. So kann Weihnachten kommen!




09.02.2016 (amk) Gries

Weißblau gewirbelt

















„Helau weißblau“, hieß am Wochenende das Motto der beiden Prunksitzungen, zu denen die Hallengemeinschaft Schneckenhausen in die Mehrzweckhalle einlud. An zwei Abenden spielte sich vor den Augen der närrischen Gäste wieder ein buntes Programm der guten Laune ab, das ausgefüllt war mit Büttenreden, Garde- und Schautänzen sowie Schunkelrunden. „Überall muss gespart werden. Jetzt haben sie uns auch noch die Faschingszeit gekürzt“, stellte Sitzungspräsident Paul Schuster in der Begrüßung fest. „Trinken wir halt etwas schneller“, riet der Karnevalist, der sich inmitten des Damenelferrates sichtlich wohlfühlte. Anschließend gab er die Bühne frei für das bunte Spektakel, das von der Nachwuchsgarde der Hallengemeinschaft mit einem flotten Gardetanz eröffnet wurde. Es folgten geschliffene Büttenreden, Gesangsparodien, eine Orchesterprobe mit den Musikern unter Mitwirkung der Gäste, das Funkenpaar und natürlich die Schautänze der Gardemädchen, die in feschen Dirndl über die Bühne wirbelten. Den Schlusspunkt am Ende des rund vierstündigen Abends setzte wie immer das Männerballett, das zur Schneckenhausener Fastnacht gehört wie Max zum Moritz oder Tünnes zum Schääl. In diesem Jahr führte es, getreu dem Motto, einen bayerischen Folkloretanz auf. (amk) FOTO: KRIES



Neuer Absatz

Neuer Absatz


Mit Josef Schohl hat die Ortsgemeinde Schneckenhausen einen weiteren Ehrenbürger.

Die Auszeichnung übernahm der Erste Ortsbeigeordnete Reinhard Matheis am Freitag bei einer Feierstunde in der Festhalle in Schneckenhausen.
Mit dieser höchsten Auszeichnung drückt die Gemeinde ihre Wertschätzung gegenüber Menschen aus dem Ort aus, die in besonderer Weise und vorbildlich gewirkt haben.Josef Schohl, Jahrgang 1926, wurde in Schneckenhausen geboren und ist dort aufgewachsen. Vier Jahrzehnte gehörte er dem Ortsgemeinderat an. In diese Zeit fallen der Umbau des Schulhauses zum Bürgerhaus, die Neugestaltung des Dorfplatzes und der generelle Ausbau der Infrastruktur. Er war im Jahr 1974 Mitbegründer des CDU-Gemeindeverbandes, informierte Matheis. Von 1965 bis 2005 gehörte Schohl dem Verwaltungsrat der katholischen Pfarrgemeinde an, war zeitweise Kirchenrechner und im Lektorendienst aktiv. Immer wieder habe er seine handwerklichen Fähigkeiten als gelernter Schreiner eingebracht, nicht nur in der kirchlichen und politischen Gemeinschaft. Viele Veranstaltungsplakate hat er entworfen und gestaltet.

Dem Männergesangverein trat Schohl im Jahr 1948 bei. Doch es blieb nicht beim Singen. Von 1960 bis 1970 wirkte er als Schriftführer. Im Jahr 1970 übernahm er das Amt des Ersten Vorsitzenden. In seine Amtszeit fällt der Bau der Festhalle, die der Männergesangverein und der Musikverein in eigener Regie gestalteten. Für all seine Verdienste wurde Schohl im Jahr 1995 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit der Ernennung zum Ehrenbürger werde nicht nur ein Zeichen gesetzt, sondern auch gedankt. Ohne ehrenamtlich tätige Mitmenschen sei in der heutigen Zeit die Gesellschaft nicht mehr funktionsfähig, betonte Matheis. Er hoffe, dass sich viele Einwohner ein Beispiel an Schohl nehmen und sich in die Entwicklung der Gemeinde einbringen. Auch Martin Müller, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, gratulierte. „Schohl war von der Geburtsstunde der ehemaligen Verbandsgemeinde Otterberg mit dabei“, erzählte Müller. Das ehemalige Mitglied des Verbandsgemeinderats (1971 bis 1988) sei ihm durch seine Wortbeiträge noch sehr gut in Erinnerung. Gesanglich erinnerte der Männergesangverein unter der Leitung von Burkhard Schohl mit einem Ständchen an das Elternhaus und die Heimat. Vorsitzender Paul Schuster gratulierte für die Sängerkameraden und betonte, dass sie stolz seien, dass er all seine drei Söhne in den Chor gebracht habe. llw



w.b. 22.02.2018









































Das war die Schneckehauser Fasenacht 2018 !Unsere Festhalle war wieder ein Podium für unsere große und kleine Fastnachter die mit Begeisterung und Spaß dazu beitrugen, dass drei große Prunksitzungen wieder ein Erfolg wurden. Nochmals herzlichen Dank an alle Akteure auf der Bühne und hinter der Szene.

llw 13.02.2018










Unter dem Motto „Nacht der Schlager“ stand die Prunksitzung in der Festhalle in Schneckenhausen. Büttenreden, Tanz und Gesang wechselten sich bei der Veranstaltung des Musik- und Männergesangvereins in harmonischer Folge ab. Stiftungspräsident Paul Schuster führte durch das Programm. Gerhard Schohl glossierte als „Till, die Symbolfigur der Fastnacht“ das dörfliche Leben . Mit Behauptungen schlugen sich „Hilde und Gustl“ (Silvia Bossong und Heike Stumpf-Matheis) durchs Leben. „Schlagersternchen“ Ingrid Rieder schielte nach der großen Bühne. „Keine Macht den Drogen!“, verkündete David Punstein, der bescheinigte, dass man damit in Schneckenhausen keine Probleme habe. Einen Wellness-Urlaub genossen die „urlaubssüchtigen Damen“ (Christina Hinrichs und Irene Scherer). Der „kleine Furz“ (Frederick Punstein) nahm auch seine Mitspieler im Klangkörper auf die Schippe.Die „Trauerschnallen“ Irma Kleber, Renate Matheis, Birgit Schuster und Sybille Zimmermann berichteten über ihre Sanktionen gegen ihren Ehemänner. Die singenden „Rundkoppraben“ überzeugten mit aus dem Leben gegriffenen Texten zu bekannten Melodien. Die Jugend präsentierte eine Hitparade unter der Leitung von Vanessa Neumann. Das Funkenpaar Lisa Zintel und Yannick Linder zeigte sein Können. Mit Schautänzen überzeugten der Nachwuchs und als „Schmittchen Schleicher“ die Jugendgarde. Seinen elften Auftritt hatte das Männerballett mit „Sängerin“ Michael Brokötter. llw


Knappe fünf Stunden... ..
volle Konzentration und gleichzeitiges Versprühen von ansteckendem Spaß, großer Freude und ganz viel Heiterkeit - eine Herausforderung für den Musikverein Schneckenhausen, welche aber mit Bravour gemeistert wurde!
An beiden Prunksitzungstagen saßen unter dem Motto "Nacht der Schlager" mehr als 20 verkleidete MusikerInnen auf der Bühne.
Thematisch passend wurden Ein-, und Ausmärsche gespielt - so wurde z.B. die Nachwuchsgarde mit "Hey Baby" auf die Bühne gerufen, die Trauerschnallen mit dem langsamen Anfangsteil von "Just A Closer Walk" vom "Friedhof" in die Festhalle gespielt und mit dem flotten Dixieteil entlassen oder der Till - die Symbolfigur - mit dem "Radetzky-Marsch" von der Bühne begleitet. Also viel mehr als nur der übliche Narrhalla-Marsch (der natürlich trotzdem nicht fehlen durfte).
Zu den Schunkelrunden gab es schmissige Walzer-Potpourris - gesungen vom Vorsitzenden, Burkhard Schohl.
"Uiuiuiuiuiuiuis" wurde entweder vom MV angestimmt oder durch das Publikum aufgegriffen...und ein Tusch ist nicht gleich ein Tusch!!!
Wird ein einfacher Tusch benötigt oder braucht es einen dreifachen? Die Trauerschnallen bekamen den Tusch in Moll und als über den Abstieg des FCK gemunkelt wurde, da tuschte der MV schrill/schräg/quietschend.
Die Freude der MusikerInnen übertrug sich auf das Publikum, steckte an und trug sehr zum Gelingen der Veranstaltungen bei - so lobte auch
Paul Schuster, der langjährige Sitzungspräsident und Vorsitzende des Männergesangvereins die musikalische Qualität.




Reiner Henn 06.03.2018



Großer Bahnhof in der Pfalz für einen Saarländer:




















Wann hat es das zuletzt so gegeben? Der in diesem Monat in den Ruhestand verabschiedete Schlagzeuger und Pauker Werner Brill kam am Sonntag in der Reihe der Kammerkonzerte des Pfalztheaters zu diesen Ehren. Aufgrund der überaus großen Kartennachfrage wurde der sonst auf der Werkstattbühne stattfindende Zyklus ins ausverkaufte Foyer verlegt.
Die zur Kammerkonzertreihe gehörende Veranstaltung sprengte in jeder Hinsicht den sonstigen Rahmen. Vielmehr wurde von sie von seinen jetzigen und früheren Pultkollegen und ehemaligen Schülern so konzipiert, dass sie Brills Lebenswerk als Musiker, Pädagoge und Komponist Revue passieren ließ. Seine große Popularität erklärt sich aus seiner Vielseitigkeit und Offenheit: Als Musiker bekennt er sich zum örtlichen Musikverein (etwa seines Wohnorts Schneckenhausen) genauso wie zu Bands und Theaterorchestern. Als Pädagoge unterrichtete er bis 2015 an der Kreismusikschule Donnersbergkreis und brachte Preisträger bis zum Bundeswettbewerb hervor, darunter jene wie die am Sonntag mitwirkenden mit nachfolgend eigener Musikerkarriere. Und kompositorisch schuf er Gebrauchsmusik für den Unterrichtszweck, Vortragsstücke für Wettbewerbe, die bisherige Repertoirelücken schlossen und schließlich konzertante Werke der besonderen Art.So das zum Auftakt zu hörende „Heart-Beat of the Drums“, das zwei verschiedene Musikstile wie Popularmusik und Klassik sowie zwei Arten von Schlagtechniken als Synthese vereint. Pultkollege Marcus Walder spielte dies mit der ihm eigenen unbestechlichen Präzision und Akkuratesse.

Die Experimentierfreude der Schlagzeuger dürfte – angeregt durch die immense Vielfalt des Instrumentariums – größer sein als bei anderen Instrumentalisten. Daher basiert der zweite Vortrag eines Solo-Stücks von Alexej Gerassimez für kleine Trommel auf der experimentellen und dann improvisierten Phase, um verschiedene Anschlagtechniken und Klangfarben auszuprobieren. Dies passiert auf dem Rand, dem Gehäuse, allen Teilen des Fells und mit verschiedenen Trommelschlägeln wie Sticks, Besen und sogar Händen. Der ehemalige Brill-Schüler und jetzt selbst Berufsmusiker René Bechberger nahm sich akribisch dieser Aufgaben an.
 
Brill verarbeitete neben stilistischen Einflüssen seiner Zeit aber auch immer wieder kompositorisch eigene biographische Lebensstationen. Daher auch das Motto des Konzertes „Brillant. Geschichten eines Trommlers.“ In der Programmmusik „Ein neuer Morgen“ etwa die Aufbruchstimmung anlässlich der Konfirmation seiner Tochter Laura. Die Erste Schlagzeugerin des Pfalztheaters, Nora El Ruheibany, nahm sich auf dem Vibraphon in liebevoller Detailarbeit der schwebend-sphärischen Klänge an und zauberte lyrische Stimmungen. Diese erinnerten an sanft dahinperlende Harfenarpeggien und bildhaft an Blumengirlanden. Brill wurde von Moderator und Pultkollege Marcus Walder als musikalisches Fundament und perkussiver Rückhalt gewürdigt, von einem der Dirigenten, Jiri Starek, als „Vater der Trommel.“ Dies trifft wohl den Kern der Orchesterdienste, nicht aber die Präsentation solistisch oder im Ensemble. Diese haben stets einen furiosen, spektakulären Charakter, was auch in der nachfolgenden Aufführung zum Ausdruck kam.

Vorab repräsentieren Andreas Zimnol und Sebastian Stetter als eingespieltes Duo mit dem ersten Preis auf Bundesebene von „Jugend musiziert“ Brills pädagogische Erfolge und zeigen daneben Brills Experimentierlust: Garwood Whaleys Dialog für kleine Trommel und Pauke wurde aus organisatorischen Gründen bearbeitet, es entstand eine kuriose Fassung für neun Wasserkästen und sechs Flaschen, was an Wirkung groteskerweise dem Original nahe kam. Zumal beide ihr Bestes gaben, um diese polyrhythmische Vielfalt zu vermitteln.

Was nach der Pause dann folgte, ergab eigentlich ein zweites Konzert: Ein Jazz-Duo, betitelt „Carousel“ von zwei Komponisten (David Friedman, Dave Samuels) hat trotz notiertem Ablauf Raum für improvisatorische Freiheiten, die die Brüder Thomas und Steffen Welsch, ehemalige Schüler und jetzt Berufsmusiker, für eigene Umspielungen nutzten. Überschattet wurde das eindrucksvolle Konzert von einer Vertonung Brills einer autobiographischen Episode, die tragisch endete. „The Forgotten Time“ erinnert an einen in den Freitod getriebenen Mitschüler, der in dieser erschütternden Komposition zum Mahnmal eines autoritären und unmenschlichen Systems wird. Brills Tochter Patricia gab als Sprecherin den Texten Eindringlichkeit, Trompeter Philipp Bölk sorgte für die klagenden, elegischen Passagen. Und Nora El Ruheibany und Marcus Walder brachten die Dramatik, die sich klangmalerisch und in martialischen Rhythmen passend zu den rezitierten Begebenheiten vollzog. Ein Großaufgebot an Kollegen, Schülern und

Überraschungsgästen fand sich zum großen Finale ein, als Patterns der Rockmusik mit riesigem, erweitertem Instrumentarium entwickelt wurden: Nach dem ursprünglich abendfüllenden Tanztheater „Der Seiltänzer“ von Dennis Kuhn erklang eine Konzertfassung. Sechzehntelfiguren ergaben den pulsierenden Grundschlag über dem durch Synkopierung, Akzentverschiebung und Verdichtung diese variierten Rhythmen des Rockfeelings entstanden. Großartig!