Jubilierende Klarinetten, schneidige Trompeten

19.07.2016

DIE RHEINPFALZ

Schneckenhausen: Beim Fest des Musikvereins sorgen befreundete Bläserformationen für die Unterhaltung der Gäste

Polkas, Märsche und Walzer, aber auch Rockmusik, Schlager und lateinamerikanische Weisen: Eine große Bandbreite unterschiedlicher Stile gab es beim Musikfest des Musikvereins Schneckenhausen, das unter dem Motto „Ein Sonntag mit Blasmusik“ stand.

Ganz schön aktiv ist der Musikverein Schneckenhausen, der seit September 2013 von David Punstein geleitet wird. Beim Silvesterkonzert mit den Vanecek-Brüdern, bei Galaauftritten mit Stars und Sternchen oder Workshop-Projekten ist er ebenso präsent wie beim Nordpfälzer Bauernmarkt, zu Fasching, an der Kerwe und an Weihnachten. Dorfleben pur bedeutet das, zumal man sich auch den übrigen gemeindlichen und kirchlichen Veranstaltungen verpflichtet fühlt.In die Kategorie Freundschaftsspielen fiel der „Sonntag mit Blasmusik“. Nicht ganz neu ist diese Art der Orchestertreffen. „2013 haben wir die früher stärker verbreitete Tradition wieder aufgenommen“, erläutert Vorsitzender Burkhard Schohl. „Musikvereinen wird damit Gelegenheit gegeben, sich zu präsentieren und Freundschaftspflege zu betreiben“, ergänzt Vorstandskollege Werner Brill. Während der einheimische Verein sich um die Essensangebote kümmert, hören die Besucher Musik von anderen Orchestern.

Mit Perlen böhmischer Blasmusik trumpften so am Sonntag die Arnbachtaler Blasmusikanten auf, während sich in und um die Festhalle langsam die Plätze füllten. Im schmucken Dirndl und mit Lederhose gab das Orchester die Richtung vor. Mit „So viel Schwung“ eröffnete es den Melodienreigen. Punktgenau, in legendärer Ernst-Mosch-Manier, dirigierte Frank Ecker seine 35 Musiker. Kommunikativ und volksnah war seine Ansprache. Gesangseinlagen – solistisch oder im Männerduett – lockerten die Vortragsfolge auf. Volkstümliche Stimmung verbreiteten Polkas, Märsche und Walzer. Klare Flötentöne, jubilierende Klarinetten, schneidige Trompeten, Hörner und ein rhythmisches Schlagwerk verliehen Esprit. In Registergruppen unterteilt glänzten die Aktiven. Mit Applaus und Schunkelrunden geizten die Besucher nicht. Rockklänge gab es zum Abschluss. Ein Beweis dafür, dass die Arnbachtaler auch anders können.

Grillsteaks und Bratkartoffeln nach Mutters Art, dazu ein frisch gezapftes Bier gab es zur Mittagszeit. Aus seinem umfangreichen Repertoire unterhielt der erst 2011 gegründete Musikverein Kollweiler das Nachmittagspublikum. Karlheinz Reißmann und Ehefrau Kitty waren die Initiatoren für die erfolgreiche Entwicklung. Seitdem finden immer mehr junge Menschen den Weg zur Kollweilerer Musikgruppe.

Schon beim ersten Freundschaftstreffen 2013 war das Blasorchester Kollweiler mit von der Partie. Mit der Pennsylvania-Polka begann es am Sonntag seine Melodienfolge. Egerländer Musik und lateinamerikanische Weisen schlossen sich an. Eine Stimmungsrunde mit lustigen Märschen hatte die junge Formation ebenso im Gepäck wie Schlager, Hits und Evergreens. Wolfgang Petrys „Sommer in der Stadt“ und Udo Jürgens’ „Griechischer Wein“ waren nur zwei davon.

Aus Böhmen kam nochmal die Musik zum Schluss. „Anker gelichtet“, die bekannte amerikanische Hymne, läutete das Ende ein. Publikum und Veranstalter waren zufrieden. Bei Kaffee und leckerem Kuchen saß man noch lange zusammen und klönte.